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Erfahrungen und Anforderungen von Wwoofing Hosts – Backpacker Tipps

Wwoofing, HelpX und andere Arbeit gegen Unterkunft und Essen

Wie viele andere haben auch wir in Neuseeland unsere erste wwoofing Erfahrungen gemacht. Bei 4 Wwoofing Aufenthalten haben wir insgesamt ca. 10 Wochen in Neuseeland bei Kiwis verbracht.

 

Wwoofing steht für einen geldlosen Austausch wo man, im Tausch für seine Arbeitskraft, meist Unterkunft und Essen bekommt. Das ganze ist ideal um seine Sprachkenntnisse aufzubessern und tiefere Einblicke in die lokale Kultur zu bekommen. Wwoofing selber steht für „World-Wide Opportunities on Organic Farms“, also sinngemäß das arbeiten auf Bio Farmen. Mindestens eine Woche sollte man normalerweise bleiben können. Länger ist meistens gerne gesehen wenn beide Seiten zufrieden sind. Mittlerweile gibt es aber auch ein großes Angebot an anderen Arbeitsstellen außerhalb der reinen Farmarbeit. Schau doch mal ob etwas passendes für dich dabei ist.

Wir geben dir eine kleine Übersicht über Portale und was wichtig ist beim anschreiben eines potentiellen Hosts.

Sternenhimmel über der Unterkunft in Neuseeland

Photo by Alan Chen on Unsplash

 

Bekannte Portale für Wwoofing

Es gibt eine riesige Fülle an Portalen, deswegen konzentrieren wir uns auf drei die in Neuseeland gut funktionieren. Da wir nicht jedes dieser Portale selbst ausprobiert haben, haben wir uns jemanden gesucht der Erfahrungen mit dem jeweiligen Portal gemacht hat.

 

Wwoof.nz

Die bekannteste Seite für Neuseeland unserer Meinung nach ist wwoof.nz. Diese Webseite geht nach dem ursprünglichen wwoofing Konzept vor. Das heißt Farmen sind der Schwerpunkt. Gearbeitet wird ca. 4-6 Stunden pro Tag, dafür gibt es Unterkunft und Essen. Auch die Teilnahme am Familienleben wird erwartet. Ideal um schnell seine Sprachkenntnisse zu verbessern und weniger Berührungsängste zu bekommen. Die arbeiten auf Farmen variieren meist sehr stark, so dass man nie lange das selbe machen muss.

 

wwoof.nz | Die Jahresmitgliedschaft kostet aktuell 40 NZD.

 

HelpX.net

HelpX war das Portal mit dem wir in Neuseeland gute Erfahrungen gemacht haben. Die Auswahl an Hosts ist hier anders da nicht nur Farmen Stellen ausschreiben können. Wir haben vom Segelbootverleih über Fluganbieter und natürlich Farmen wirklich viele Stellen gesehen. Auch einige Communities vergeben dort Stellen für Leute die mehrere Wochen bleiben wollen. Wir fanden HelpX besser weil wir nicht ausschließlich nach Farmen suchen wollten. Am Ende sind wir zwar trotzdem bei einer gelandet, hatten aber zumindest die größere Auswahl.

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HelpX.net | Die zwei Jahresmitgliedschaft kostet aktuell 20€. Wenn du jemanden kennst der bereits dort registriert ist, kann diese Person dich günstiger für 14€ anmelden (Upgrade a friend).

 

Workaway.info

Ebenfalls eine bekannte Seite ist die Webseite Workaway. Die Webseite vereint Angebote fast überall auf der Welt. Workaway ist aktiv in 170 Ländern und deckt nahezu alles ab. Wir haben viele andere Backpacker getroffen die über Workaway coole Erfahrungen gemacht haben. Workaway ist von der Auswahl ähnlich wie HelpX aufgebaut. Das Webseitendesign ist allerdings deutlich moderner gehalten.

 

workaway.info | Die Jahresmitgliedschaft kostet aktuell 32€ für eine Person und 42€ für Paare oder zwei Freunde

Wwoofing auf einer Farm

Photo by 2 L on Unsplash

 

Worauf Wwoofing Hosts achten

Neben den verschiedenen Portalen solltest du bei deiner Bewerbung noch ein paar Dinge beachten.

 

Dein Anschreiben sollte persönlich sein und auf die Anzeige des Hosts eingehen, am besten redest du sie sogar mit ihren Namen an. Steht dort zum Beispiel etwas von Handwerker Fähigkeiten sind gewünscht, dann solltest du in deiner Bewerbung kurz erklären was du kannst und was du gerne lernen willst.

Steht dort etwas von Kindern und du hast keine Lust auf Kinder, dann bewirb dich besser woanders. Es muss am Ende ja sowohl deinem Host als auch dir Spaß machen.

Am besten baust du deine Bewerbung auf wie eine kurzvorstellung. Sag wer du bist, wie alt, was du kannst und was dein Interesse an der Anzeige geweckt hat. Ab wann du Zeit hättest und wielange du gerne bleiben möchtest. Schreib auch ob du flexibel bist oder ob du genau an diesen Zeitraum gebunden bist.

Bei HelpX können die Hosts sogar sehen wieviele Nachrichten der Bewerber in der letzten Zeit geschrieben hat. Viele Hosts nehmen keine Leute an die mehr als 5 Nachrichten innerhalb einer Woche geschrieben haben. Bewirb dich also wirklich nur bei Leuten wo du gerne hin willst.

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Schlechte Erfahrungen beim Wwoofen

Leider haben wir auch einige Leute kennengelernt die schlechte Erfahrungen gemacht haben. Hier ein paar Tipps worauf du achten solltest und wie du dich vor schlechten Erfahrungen etwas schützen kannst.

 

Als erstes gibt es bei allen dieser Portalen Bewertungen nach einem Aufenthalt. Das heißt du kannst schreiben was du gut oder schlecht fandest. Genau das selbe kann der Host auch machen.

Lies dir vor einer Bewerbung ein paar Kommentare durch, dann weißt du auf was du dich einlässt. Bist du dir unsicher dann such dir im Zweifelsfall jemand anderes.

Solltest du während deines Aufenthalts nicht zufrieden sein, dann sprich mit deinen Gastgebern. Lassen diese nicht mit sich reden kannst du jederzeit sagen das du jetzt gehst und deine Sachen einpacken und gehen. Melde schwere Fälle auch bitte immer an die jeweilige Webseite, dies hilft zukünftigen Wwoofern diese Erfahrungen zu vermeiden.

 

Fazit

Unser Fazit zum wwoofen. Wenn du Lust hast, schnell in Kontakt mit Einheimischen zu kommen, und auch Lust hast deine Englischkenntnisse zu verbessern, dann ist Wwoofing genau das richtige. Wenn es dir nur drum geht Geld zu sparen aber du eigentlich nichts neues machen willst ist es eher nichts für dich.

 

Wenn du statt im Farmbereich lieber etwas mit Kindern machen willst ist vielleicht auch das Thema Aupair etwas für dich. Dazu findest du ebenfalls einen Beitrag hier in unserem Blog.

 

Wie sind deine Wwoofing Erfahrungen? Worauf achten deine Hosts oder du besonders bei Anzeigen und Bewerbungen? Lass es uns wissen in einem Kommentar hier unter dem Artikel. Vielen Dank!

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