0

Lebensgefahr beim Sandboarding – Gastbeitrag – Backpacker Tipps

Heute möchten wir ein Thema aufgreifen, dass in jedem Reiseführer erwähnt wird. Es geht uns heute um das in Neuseeland sehr populäre Sandboarding in den Te Paki Sanddünen.

Sandboarding ist ein riesen Spaß, aber es gibt einiges zu beachten damit Du dich nicht verletzt.

 

 

Wie du korrekt sandboardest:

  1. Nur auf dem Bauch liegend Kopf nach vorne auf dem Board (Bremsen und Gleichgewicht mit den Füßen)
  2. am Anfang erstmal mit kurzen Strecken anfangen (10m) und dann langsam steigern
  3. nur eine Person pro Board
  4. Bist du dir unsicher oder hast Respekt, dann lass es im Zweifelsfall oder bleib bei kurzen Strecken
  5. Sand ist hart und je schneller du bist desto eher verbrennst du dich oder verletzt dich ernsthaft
riesige Dünen

Sandboarding an den Te Paki Sanddünen

Erfahrungsbericht von Teresa Miecznik

Aus erster Hand möchte ich einen Erfahrungsbericht zitieren von einer Backpackerin die leider nicht so viel Glück hatte und sich ernsthaft verletzt hat. Der Artikel ist dazu da um dir aufzuzeigen, dass es gefährlich ist. Das heißt nicht, dass es darum geht Spielverderber zu sein, sondern dir in Erinnerung zu rufen, dass Du auf dich aufpasst. Viel Spaß beim Lesen!

 

Must Do auf der Nordinsel, sandboarding:

Wenn es um die MUST-DOs der Nordinsel geht, ist SANDBOARDING in den Te Paki Sanddünen bei Cape Reinga auf jeder Liste mit dabei.
Vor einem Jahr sind wir dorthin gefahren, haben uns Bodyboards ausgeliehen und uns in Richtung Sanddünen begeben. Der Boardverleih hat uns nicht erklärt, wie man richtig sandboarded. Und auch bei den Sanddünen selbst war kein (bzw. kein deutlich lesbarer) Hinweis angebracht, wie man auf dem Board zu fahren hat.
Wir sind also einfach die Sanddünen heruntergefahren, wie wir dachten; mal auf dem Bauch, mal mit zwei Leuten sitzend auf dem Board. Dann ist folgendes passiert: das Board hat sich verdreht und wir sind, uns mehrfach überschlagend, die steile Sanddüne heruntergerast. Dabei habe ich mir drei Halswirbel gebrochen und bin nur um Millimeter an einer Querschnittslähmung bzw. dem Tod vorbeigekommen. Meine Reise hat also erstmal im Krankenhaus und dann mit 5 Monaten Halskrause tragen geendet. Ich werde mein Leben lang mit den Folgen des Unfalls umgehen müssen.

Ich hatte nie vor, meine Story zu veröffentlichen und möchte definitiv kein Mitleid, aber im Laufe meiner Reise habe ich mehrere Leute getroffen, die sich beim sandboarden mehr oder weniger schwer verletzt haben. Erst vor ein paar Tagen wurden zwei Backpackerinnen mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus geflogen. Dies ist der Auslöser für diesen Post, in der Hoffnung, dass Leute das lesen und ein Bild davon bekommen, wie gefährlich Sandboarding sein kann, auch wenn es nicht so scheint. Die meisten Bodyboard-Verleihe machen sich nicht die Mühe, darauf hinzuweisen und zu erklären, dass man wirklich nur auf dem Bauch liegend fahren und vielleicht erstmal mit den kleinen Sanddünen beginnen sollte bevor man zu den großen geht – und da sich auch niemand verantwortlich fühlt, an den Sanddünen selbst Schilder anzubringen, weist immerhin dieser Post jetzt darauf hin. Ich möchte nicht wie ein Moralapostel oder Spaßverderber daherkommen, ich hätte mir nur selbst gewünscht, so einen Text vor meinem Unfall gelesen zu haben, dann wäre dieser nämlich nicht passiert.

 

Empfohlener Beitrag:  Wie koche ich am schnellsten ein Ei - Backpacker Tipps

Pass auf dich auf wenn du sandboarden gehst. Ja es macht super Spaß! Genieß den Adrenalinkick aber übertreib es nicht!

 

Vielen Dank dass Du deine Erfahrung mit uns teilst Teresa. Hoffentlich hilft dieser Beitrag dabei einige Unfälle zu vermeiden.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.