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Vom wundervollen Lake Waikaremoana ins schöne Napier – Reisebericht

Vom Nationalpark nach Napier

Nach der kalten Nacht wurde es am Morgen erst wieder warm als die Sonne über die Berge die Bucht erreicht hatte. Durch Zufall haben wir das französische Paar getroffen, mit denen wir bereits in Ngatea eine Wanderung gemacht hatten. Da wir alle zu Lou’s Lookout wollten, sind wir gemeinsam die 3/4 Stunde gelaufen. Von dort oben hatte man eine wirklich traumhafte Sicht über den See, die Berge und Täler.

Der Blick von Lou’s Lookout auf den Lake Whakateremoana.

 

Ein kleiner Loop Walk

Weiter ging es mit dem Ruapani Loop Track. Er dauert 6 Stunden und führt an vielen Sümpfen, Seen und Lagunen vorbei durch den Wald und läd eine Stunde vor Ende an einem großen, klaren See zu einer Rast ein. Die letzte Stunde ist ein sehr angenehm zu laufender und breiter Weg, der bergab führt. Zudem ist er der Short Track zu diesem See.
Das französische Pärchen hatte sich dazu entschieden die einstündige Variante zu wandern, wir waren noch unentschlossen und entschieden uns dafür, nach dem Halt am See spontan zu entscheiden ob wir die große Runde laufen wollten. Der Track führte uns bergauf durch einen schönen Wald mit breitem Weg. Nach etwa 45 Minuten erreichten wir den See mit einer kleinen Picknick Hütte und Boots Anlegestelle.

Der Blick auf den See mit Boot.

 

Goodbye French Guys

Wir verabschiedeten uns von den Franzosen und traten die 5 stündige Wanderung an. Der Weg war gerade breit genug für eine Person und wand sich durch den Urwald vorbei an schmalen Abgründen und über Bäche. Gefühlt wurde der Weg immer schmaler, unübersichtlicher und langweiliger. Auch wenn es viel bergab oder flach gerade aus ging, wurde der Weg immer anstrengender. Nach 3 1/2 Stunden hatten wir den Track dann hinter uns gebracht. Im Nachhinein wäre der Track besser gewesen, wenn man ihn andersherum gelaufen wäre.
Ein anstrengender Anstieg mit Sicht auf Sümpfe und Seen, dann die Hütte mit dem klaren Bergsee und zum Schluss ein entspannter Abstieg über einen breiten gut ausgebauten Weg.
Da wir anstelle der 6 Stunden nur 4 1/2 Stunden gebraucht hatten, haben wir die Zeit genutzt um uns die Aniwaniwa Falls anzusehen. Ein 5 minütiger Weg vom Parkplatz aus. Leider war die Sicht ein wenig durch Bäume versperrt.

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Aniwaniwa Falls Neuseeland

 

Schuhreinigung für Wanderer

Um die Seen und Gewässer vor Algen und Krankheiten zu schützen, klemmt das DoC jedem Auto ein Schuhreinigungs-Set unter die Scheibenwischer. Wir sind sehr beeindruckt von dieser Fürsorge und Maßnahme und haben das ganze natürlich auch benutzt!
Zurück in Rosie’s Bay und nachdem wir unsere Schuhe gereinigt und desinfiziert hatten, rief der See förmlich nach uns. Julian wartete in der Sonne und ich genoss das kühle Nass. Eine traumhafte Erfrischung nach dieser Wanderung. Den Abend haben wir dank Sandflies und Kälte überwiegend im Auto verbracht.

 

Entspannung am See

Am Sonntag morgen haben wir uns für einen entspannten Tag entschieden. Ein wenig Arbeit am Laptop und gegen Mittag sind wir zu den nahe gelegenen Caves gefahren, nachdem wir geschaut hatten, wo der Great Walk startet.
Der Caves Walk war leider ziemlich enttäuschend. Der Weg war matschig und führte über Felsen, zum Teil musste man  klettern und Flip-Flops waren mal wieder keine gute Idee gewesen. Von den zahlreichen Hölen war nicht eine gut begehbar und endeten meistens bereits nach wenigen Metern. Über eine Leiter mit fingerdicken Sprossen, die im 90° Winkel nach unten führte, haben wir den Track nach etwa einer Stunde verlassen. Danach war uns die Lust auf Wanderungen vergangen und wir entschieden uns zurück zu Rosie’s Bay Campground zu fahren um hier den Nachmittag mit Karten spielen, schreiben, lesen und Podcast hören zu verbringen.

 

Regen und Wind am Lake Waikaremoana

Der Montag morgen war sehr windig und dunkle Regenwolken hingen über dem See. Der ursprüngliche Plan war, die erste Etappe des Great Walks zu wandern. Da der Weg auf 1100m führt und die Spitze bereits in den Wolken verschwand entschieden wir uns dafür zu fahren und Wind und Regen hinter uns zu lassen.
Auf dem Weg nach Napier haben wir die Shine Falls besucht. 30 Minuten wandert man durch ein kleines Stück eines riesigen Reservates. Neben sich hört man den Fluss und es gibt viele heimische Bäume und Vögel. Fast unerwartet steht man dann vor dem 58m hohen Wasserfall. Ein wirklich schöner Ort!

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Shine Falls Neuseeland

Am Abend haben wir im Eskadale Caravan Park verbracht. Für kleines Geld gab es heiße Duschen, Küche, Waschmaschinen, jede Menge Platz und einen traumhaften Sternenhimmel.

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