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Camping Knigge für Neuseeland – Backpacker Tipps

Benimmregeln für Camper

Auch wenn Neuseeland das Camper Land schlechthin ist, an vielen Orten kippt die Stimmung zurzeit deutlich gegen die vielen Camper. Ein Grund mehr die folgenden Regeln zu befolgen und auch die Augen nicht zu verschließen wenn jemand anderes sich nicht ordentlich benimmt. Klassiker sind das hinterlassen von Müll, das unsachgemäße entleeren der Abwasser Behälter sowie zu geringer Abstand zum Nachbarn. Egal ob du auf einem normalen Campingplatz stehst, oder dich auf einem Freedom Campingplatz befindest, wenn du die folgenden Regeln einhältst, dürfest du keine Probleme bekommen.

 

Unaufgeräumt auf dem Campingplatz

Photo by The Digital Marketing Collaboration on Unsplash

 

Grüße deine Nachbarn

Auf dem Campingplatz gehört es zum guten Ton sich zu grüßen. Egal ob ein kurzes Hallo oder ein hi, ein kurzer Blick und ein nettes Wort erfreuen jeden Mitcampenden. Beim Camping geht es meist entspannt zu, deswegen kann so eine Basisregel nicht schaden.

 

Helfe wenn nötig

Auch dir kann es passieren, dass du Hilfe nötig hast. Deswegen schau immer auch ob deine Neu ankommenden Nachbarn eventuell etwas Hilfe benötigen. Egal ob festfahren oder das Einparken in eine schmale Lücke, dankbare Worte werden dir sicher sein. Wenn du von dir aus Hilfe anbietest wenn notwendig, macht dass alles etwas entspannter für die anderen. So muss keiner zum Bittsteller werden.

 

Sei gesellig

Camping lebt auch davon sich mit seinen Nachbarn zumindest kurz zu unterhalten. So erhältst du oft auch Insider Tipps und tolle Ideen für deine nächsten Ausflüge und Ziele. Schon so manches nette Gespräch auf dem Campingplatz ist in einen großartigen Abend mit netten Geschichten geendet. Auch ein kühles Getränk kann man mit seinen Nachbarn trinken wenn man will. Selbst zusammen kochen verkürzt den Abend und die Langeweile enorm.

 

Gemütlich zusammensitzen mit Fremden

Photo by Tegan Mierle on Unsplash

 

Halte Abstand zu deinen Nachbarn

Deine Nachbarn freuen sich über etwas Privatsphäre, deswegen halte bitte 2-3 Meter Abstand wenn es möglich ist. Auf einigen Campingplätzen wird dies nicht möglich sein, aber wenn möglich dann solltest du diesen Abstand einhalten. Auch Türen sollten sich für beide gleichzeitig problemlos öffnen lassen, dann hast du einen guten Abstand. Beim Camping verbringst du deine Abende vermutlich gerne abends draußen. Es wird gequatscht, gelacht, gegessen und auch getrunken. Auch hier solltest du auf die normalen Ruhezeiten achten. Zwischen 22 Uhr bis 8 Uhr solltest du schauen dass du keine laute Musik hörst und auch nicht mit lautem Gelächter deine Nachbarn verschreckst. Wenn ihr eine größere Gruppe seid ist es schön wenn ihr Rücksicht nehmt.

 

Hinterlasse deinen Platz sauber

Zu den Regeln des Campens gehört auch, dass du deinen Platz mindestens so sauber hinterlässt wie du ihn vorgefunden hast. Dazu gehört auch dass du deinen Müll entweder vor Ort ordentlich entsorgst, oder mitnimmst und dann in einem öffentlichen Mülleimer entsorgst. Es ist extrem nervig wenn vor allem abgelegenere schöne Plätze mit der Zeit immer im Müll versinken. Wenn du Müll siehst der von anderen zurück gelassen wurde, sammle ihn ein und helfe mit das Neuseeland weiterhin so schön bleibt. Mit der App Campermate kannst du auch eine lokale Müllstation finden bei der du größere Mengen Müll entsorgen kannst. Wenn du aber jeden Tag deinen Müll in einer Tüte fein säuberlich entsorgst, spricht unserer Erfahrung nach nichts gegen die Entsorgung im öffentlichen Müll System.

 

Zahle ordnungsgemäß

Egal ob du auf einem normalen Campingplatz oder einem Freedom Campingplatz bist. Alle Campingplätze können nur betrieben werden wenn jemand die Kosten für die Pflege übernimmt. Vor allem bei den Self Check In Campingplätzen ist es wichtig dass du dich an den Ehrenkodex hältst. Bitte befolge die Regeln und wenn du das Geld nicht passend hast, dann frag deine Nachbarn ob sie dir wechseln können. Nur mit diesem Geld können all die schönen Plätze auch in Zukunft weiter beibehalten werden. Es gibt auch kostenlose Campingplätze hier brauchst du dann nichts bezahlen.

Empfohlener Beitrag:  Freedom-Camping: Warum so viele Locals dagegen sind - Backpacker Tipps

Nutze keine Abkürzungen

Auch wenn es manchmal kürzer wäre, bitte kürze nicht über den Platz deiner Nachbarn ab. Jeder freut sich über ein wenig Privatsphäre, bitte achte diese. Auch mit dem Auto oder Camper Van ist ein abkürzen eher ungünstig. Wenn du die befestigten Wege verlässt, leidet je nach Zustand der Platz. Und mal ehrlich, stehst du lieber auf einem staubigen Platz oder auf einer intakten Wiese?

 

Sei fair beim Sanitär

Benutzt du die öffentlichen Toiletten und Sanitäranlagen? Hinterlasse sie so, wie du sie gerne vorgefunden hättest. Auch wenn es manchmal nicht die beste Umgebung ist, eine saubere Toilette freut jeden Camper. Vor allem wenn du keine Alternative in deinem Fahrzeug hast. Solltest du Duschen, dann brause nach Möglichkeit auch einmal die Wände ab und entferne größere Haare.

 

Achte auf die Natur

So es befestigte Wege gibt, dann nutze diese sowohl mit dem Fahrzeug als auch zu Fuß. Trete nicht auf irgendwelche Pflanzen oder zertrampele die Begrenzungen.

 

Lass nichts herumliegen

Auch wenn es dazu einlädt, abends schnell alles stehen und liegen zu lassen und im Camper zu verschwinden. Bitte räume dein Zeug zusammen. Egal ob Campingstühle oder die Reste vom Essen. Je nach Region wechselt das Wetter schnell und Essen lockt Tiere an. Bitte sei also so gut und räume alles zusammen, am besten sogar im Camper. So bist du morgens auch schnell abfahrbereit und kannst direkt losfahren.

 

Fragen, Anmerkungen oder Ideen

Fragen, Anmerkungen oder Ideen? Dann freuen wir uns über deinen Kommentar unter diesem Artikel da. Häufige Fragen ergänzen wir nachträglich noch im Artikel. Vielen Dank und eine gute Zeit in Neuseeland!

5 Kommentare

  1. Zum Thema Muell.
    Der Muell der beim Camping produziert wird hat sicher nichts in einem oeffentlichen Muelleimer zu suchen! Bitte entsorgt euren Muell in einer oertlichen Entsorgungseinrichtung, meist „Dump“ genannt. Vermutlich wird ein kleiner Betrag verlangt, je nach Muell und Region. Viele Kommunen haben massive Probleme und Kosten den Muell, welche Camper in oeffentliche Muelleimer entsorgen, herr zu werden. Einwohner muessen auch fuer ihre eigene Muellentsorgung bezahlen, das selbe gilt fuer Camper! Bitte aender diese Aussage in deinem Artikel. Campermuell hat nichts im oeffentlichen Muell zu suchen!

    • Hi Andrea,

      Danke für deinen Kommentar. Grundsätzlich stimme ich dir zu, es ist am besten zu einer Dump Station zu fahren, aber vielleicht müssen wir hier einmal aufräumen oder erklären was der übliche Camper Müll ist.
      Normalerweise hat man eine kleine Tüte in der man den Müll des Tages sammelt, sprich ein paar Lebensmittelabfälle und andere Kleinigkeiten, nicht vergleichbar mit dem wöchentlichen oder zweiwöchentlichen Menge an Haushaltsmüll.
      Camper sind ja meist eh relativ sparsam unterwegs. Deswegen empfehlen wir hier lieber einmal täglich den Müll ordentlich zu entsorgen statt ihn bequem irgendwo liegen zu lassen.
      Auch wenn wir bei Dump Stations meist nichts bezahlen mussten, in der Handhabung ist es meist unrealistisch einmal am Tag eine Dump Station aufzusuchen, einfach weil diese nicht überall vorhanden sind.

      Selbst die Kiwis entsorgen ihren Müll ja nicht selten irgendwo im Landfill oder dem nächsten schlecht einsehbaren Tal in der Umgebung, da sind wir ganz pragmatisch und froh über jeden Camper der den Müll in irgendeinen Mülleimer entsorgt. Natürlich ist das nicht umsonst für die Städte, aber die Städte profitieren ja auch von all den Touristen in nicht unerheblichem Maße. Eine perfekte Lösung gibt es bestimmt auch irgendwann, aber wir kennen noch keine, die wir hier sonst empfehlen könnten, die auch praktikabel ist. Falls du eine Variante kennst freuen wir uns auf einen weiteren Kommentar oder eine E-Mail von dir.

      Lieben Gruß Julian

  2. Hi Julian,
    Was du da raets ist dumping und illegal! Ich weis um die Realitaet hier in Neuseeland, aber auf einer Seite wie eurer dazu zu raten seinen „Hausmuell“ (das ist es auch wenn man in einem Auto lebt) illegal zu entsorgen halte ich fuer problematisch. Nebenbei denken viele Bezirke darueber nach ihre Free Campsites zu schliessen, weil sie sich die Entsorgung genau diesen Muells nicht leisten koennen. Denk doch bitte einfach mal an die Masse die da zusammen kommt. Wenn du mit deinen Artikeln die Chance hast auch nur eine handvoll von Backpackern zum richtigen Handeln zu bewegen dann nutz das doch bitte auch ordentlich und rate nicht zu illegaler Muellentsorgung!

    • Hallo Andrea,

      es ist schade dass du hier keinen anderen Vorschlag hast der praktikabel ist.
      Dumping ist laut den Zeitungsberichten in Neuseeland übrigens das illegale entsorgen irgendwo an einer Straße oder in der Natur. Da sind wir mit unserer Empfehlung ganz weit weg davon.

      Abgesehen davon empfehlen zum Beispiel die apps Campermate und Wikicamps ebenfalls öffentliche Mülleimer. Eine Community die also die bereitgestellten Mülleimer nicht leeren kann, kenne ich ebenfalls aktuell nicht.

      Wir werden aber mal bei den größeren Distrikten nachfragen wie deren Meinung nach die richtige Vorgehensweise wäre, wir sind gespannt auf die Antwort.

      Trotzdem vielen Dank für die Kommentare,

      lieben Gruß Julian

  3. Hi Julian,
    Wenn ich Hirn in Menschen zaubern koennte wuerde ich das tun. Leider finden nicht alle Menschen das mit dem Erwerb von Waren und deren Verpackung auch eine Verantwortung entsteht. Das entsorgen im Hausmuell in oeffentlichen Muelleimern gehoert auch zu dumping. Ich habe zwecks Arbeit immer mal wieder mit der Thematik free camping zu tun. Die Sache ist diese, das gerade Districts nahe gelegen an groesseren Staedten „vermehrt“ free campgrounds anbieten (angeboten haben). Die Camper halten sich natuerlich vermehrt innerhalb der Stadt auf und geben dort ihr Geld aus. Der benachbarte District hat also kaum Einnahmen durch Camper aber jedoch Ausgaben. (Siehe z.b. New Plymouth Gegend, rund um Mt. Taranaki).
    Die Wahrheit ist, ich habe es genauso gemacht am Anfang meiner Reise, Plastiktuete und ab in den oeffentlichen Muell. Warum, weil ich nicht wusste wie sonst. Mit deiner Seite hast du die Chance Backpacker auf das richtige Verhalten aufmerksam zu machen und das sollte doch eig auch dein Anspruch an dich selber sein? P.s. wenn die Districte den Muell von Campern umsonst entsorgen wollen wuerden wollen, wuerden sie fuer ausreichend grosse Muellcontainer an den Free Campsites sorgen. Denke das Bild der taeglich ueberquellende Muelleimer geniesst niemand. Ich will dir und keinem Camper etwas boeses, aber die Stimmung gegen Backpacker wird verstaendlicher aber aich traurigerweise nicht besser. Ich liebe Free campsites und faende es schade, wenn es diese Moeglichkeit abgeschafft oder minimiert wird.

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