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Roadtrip von Christchurch zur Harper Camp Site und den Ashburton Lakes (3 Tage)

Ein langes Wochenende und ein kleiner Roadtrip um Christchurch

Wir haben das lange Wochenende um den Canterbury Anniversary Day (Jahrestag der Region Canterbury) genutzt und ein bisschen das Landesinnere erkundet. Wandern, Freedom Camping und drei schöne Tage liegen jetzt hinter uns. Zeit mehr darüber zu erzählen, denn die Plätze waren wirklich schön gelegen. Viel Spaß beim Lesen!

 

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Tag 1: Christchurch zur Harper Camp Site

Von Christchurch aus ging es in Richtung Landesmitte. Das Ziel war die Harper Camp Site am Lake Coleridge. Lake Coleridge ist ein Stausee und wird zur Stromerzeugung von Trust Power genutzt. Ebenso ist die Harper Camp Site ein kleines Freedom Camp das von der Energiegesellschaft betrieben wird.

Am Nordwestlichen Ende des Lake Coleridge gelegen, ist die Harper Camp Site von einigen Bergen umgeben. Erreichbar einzig und allein über 25 Kilometer fahrt auf einer Gravel Road. Aber keine Bange, die Straße selbst ist in gutem Zustand und selbst für größere Camper Vans oder Caravans geeignet.

Wir sind gegen Mittag von Christchurch aus losgefahren. Im Lake Coleridge Village haben wir dann einen kurzen Stopp eingelegt und die Infotafeln zum Wasserkraftwerk von Lake Coleridge gelesen. So wird dort mit mehreren Turbinen eine Menge Strom für die Region Canterbury erzeugt.

Auch Lake Coleridge hat eine beeindruckende Farbe und hat dieses großartige türkisblaue Wasser. Leider ist das Schwimmen im See an vielen Stellen wegen der Strömung und Fließgeschwindigkeiten des Wassers nicht empfohlen.

Trotz allem ist es ein toller Spot.

 

Blick auf die Harper Campsite

Blick auf die Harper Campsite

 

Die Harper Camp Site

Nach dem Stopp in Lake Coleridge Village, sind wir dann die Schotterpiste zur Harper Camp Site gefahren. Eine lange Gravel Road erwartet dich, stelle also sicher das du vorher vollgetankt hast und auch genügend Lebensmittel und Wasservorräte mit dir hast. Du kannst kostenlos eine Nacht auf der Harper Camp Site Freedom campen. Möchtest du länger als eine Nacht bleiben, so kannst du dies per E-Mail bei Trustpower anfragen. Neben einem Plumpsklo (Toilettenpapier mitbringen) kannst du von dort aus gut in die umliegenden Berge wandern oder zum Seeufer spazieren. Mehr dazu kannst du in der Google Karte sehen die wir dir oben erstellt haben.

Nachts kannst du hier an der Harper Camp Site einen traumhaften Sternenhimmel betrachten, denn es gibt keine nennenswerte Lichtverschmutzung.

 

Sternenhimmel an der Harper Campsite

Sternenhimmel an der Harper Campsite

 

Tag 2: Eine Wanderung auf Mount Cotton und die Fahrt zu den Ashburton Lakes

Nach einer relativ windigen Nacht, bin ich bereits früh morgens gegen 8 Uhr aufgebrochen um auf Mount Cotton zu wandern. Da der Gipfel 1471m hoch ist, solltest du dir immer eine Regenjacke oder sonstigen Wetterschutz einpacken. Ich habe meine Lektion gelernt, denn während es im Tal windig und ca. 20°C waren, waren es oben am Gipfel unangenehme 5°C gefühlte Temperater. Daher war ich sehr froh einen Windbrecher dabei zu haben.

 

Ich auf dem Mount Cotton Summit

 

Wanderung von der Harper Camp Site auf Mount Cotton und zurück

Die gesamte Wanderung von der Harper Camp Site zum Mount Cotton Gipfel und zurück sind etwa 16 Kilometer. Dabei gehst du ungefähr 1000 Höhenmeter hinauf und auf dem Rückweg wieder hinab. Laut Komoot dauert die ganze Strecke 5-6 Stunden, wenn du in einem entspannten Tempo gehst. Ich war etwas schneller, weil ich große Stücke gejoggt bin (vor allem den Berg hinab) und habe daher für die ganze Strecke nur 3,5 Stunden benötigt. Aber bitte nimm das nicht als Messlatte, ich war allein und habe keine Pausen gemacht.

Der Wanderweg ist die meiste Zeit ein alter Allradweg und dementsprechend meist einfach zu begehen. Es gibt keine expliziten Markierungen, ich empfehle daher auf dem Handy oder einem Wandernavi den Track dabei zu haben, so kannst du dich nicht unnötig verlaufen. Ich selbst nutze für meine Wanderungen zur Navigation die App Komoot. Diese bietet für eine einmalige Zahlung eine weltweite Karte und hat mir schon oft geholfen.

Die Aussicht vom Weg ist super und vor allem nach den ersten 4 Kilometern wird die Aussicht in die Ferne noch einmal deutlich besser. Auch die umliegenden Berge laden zu Wanderungen ein, etwas für die Zukunft das ich mir vorgenommen habe.

 

Route Harper Campsite zu Mount Cotton

Route Harper Campsite zu Mount Cotton

Hier kannst du dir auch die Wanderstrecke als GPX Track herunterladen. (Den Anmeldedialog kannst du einfach schließen, der Download ist ohne Registrierung o.ä. möglich!)

 

Von der Harper Camp Site zum Lake Camp

Nach der Wanderung und einem entspannten frühen Mittagessen, haben wir uns in Richtung unseres nächsten Übernachtungsplatzes aufgemacht. So sind wir von der Harper Camp Site zum Lake Camp gefahren. Dabei fährst du auch durch den beeindruckenden Rakaia Gorge. Warst du noch nie dort, so solltest du unbedingt kurz anhalten und ein paar Fotos vom traumhaft blauen Wasser im Gorge machen.

Die Fahrt zum Lake Camp als solches ist eher unspektakulär und folgt der Inland Scenic Route für große Teile des Weges. Die letzten Kilometer sind wie üblich Schotterstraße (Gravel Road) und in gutem Zustand für Fahrzeuge aller Größen.

Am Lake Camp gibt es zwei Freedom Camps, einmal eins direkt am Südende des Sees, sowie einmal am Ostufer des Sees.

Südende Lake Camp: Als wir dort nachmittags ankamen, war es extrem windig. Aber deutlich weniger Camper am Südende, deswegen sind wir dortgeblieben. Im Van macht uns ja auch der Wind nichts aus. Es gibt in Fußentfernung (ca. 3 Minuten) zwei Plumpsklos die sauber waren. Mehr Infrastruktur braucht es beim Freedom Camping für uns nicht.

Ostufer Lake Camp: Das Ostufer war deutlich stärker besucht und auch die Auswahl an Toiletten ist größer. Das Ostufer ist etwas stärker gegen den Wind geschützt. Daher gab es dort auch viele Zelte und deutlich mehr Camper. Für welchen Platz du dich entscheidest ist am Ende dir überlassen.

 

Freedom Camping am Lake Camp

Freedom Camping am Lake Camp

 

Die Nacht am Lake Camp selbst war entspannt und abgesehen vom Wind der immer wieder in starken Böen aufkam, gab es keine besonderen Vorkommnisse.
Der Sonnenuntergang am See war traumhaft und auch den Sternenhimmel kannst du bei entsprechendem Wetter sehr gut sehen.

 

Tag 3: Lake Camp über Geraldine zurück nach Christchurch

Der nächste morgen war windstill, daher haben wir entspannt ausgeschlafen und sind dann zum Frühstück mit unserem Campingtisch in der Sonne gesessen. Ein perfekter Start in den Tag.
Da Thereza noch ein Café in Geraldine besuchen wollte, haben wir uns dann gegen 11 Uhr auf den Weg in Richtung Geraldine gemacht. Ein guter Umweg, aber das Essen war lecker und wir haben den Besuch definitiv genossen.

Frühstück bei Barkers

Barker’s Food Store & Eatery eignet sich für einen leckeren Kaffee und ein Frühstück, aber auch für einen kleinen Besuch im eigenen Store wo es verschiedene leckere Dinge gibt. Wir selbst haben einen ziemlich leckeren Tomatenketchup entdeckt und gekauft.

 

Frühstück in Geraldine

Frühstück in Geraldine

 

Danach sind wir von Geraldine entspannt über den SH1 wieder zurück nach Christchurch gefahren.

Insgesamt waren wir von Freitagmittag bis Sonntagnachmittag unterwegs. Dabei haben wir insgesamt 480 Kilometer zurückgelegt. Eine gute Strecke für 3 Tage die man entspannt fahren kann.

 

Fragen, Anmerkungen oder Tipps

Du hast noch eine Frage zu unserem Trip oder eine Anmerkung? Dann freuen wir uns über einen Kommentar. Hast du noch einen Tipp in der Region für uns, dann freuen wir uns ebenfalls über deinen Kommentar hier unter den Artikel. Viel Spaß beim nachreisen unseres kurzen Roadtrips.

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