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Off-Road Abenteuer in Bendigo und geheimnisvolle Lichter in Glenorchy

Am Mittwoch morgen sind wir vom Bendigo Freedom Camping Spot zum historischen Naturschutzgebiet, der alten Goldgräber Stadt, gefahren. Von 1860-1909 wurde hier nach Gold gegraben und es gibt natürlich Überreste, die wir uns gerne ansehen wollten. „Goldfields Explorer – Bendigo“ erschien uns eine nützliche App zu sein. Durch diese bekommt man viele Informationen zu jedem Punkt. Alle interessanten Punkte sind auf einer Karte und die entsprechenden Straßen dazu farblich markiert.

Die App Goldfields Explorer – Bendigo mit nützlichen Infos zur Historie.

Goldgräberstadt Bendigo

In Bendigo angekommen gab es 2 Straßen die man befahren konnte, leider nicht als Rundweg. Die linke war so steil und sandig, dass selbst ein Allrad betriebendes Auto Probleme hatte hoch zu fahren, für unser 2WD also nahezu unmöglich.
Aber es gab ja noch die rechte Seite, die sich Serpentinen artig den Berg hoch schlängelte. Auf dem Weg hoch haben wir die Überreste einer Schule entdeckt und wollten uns einige Ruinen ansehen. Leider haben wir nicht bemerkt, dass die Ruinen 300m Fußweg von der Straße entfernt liegen, sondern sind 300m von der Straße abgebogen und standen nun mitten im nirgendwo.

Das Off-Road-Abenteuer beginnt

Der Feldweg den wir eingeschlagen hatten entpuppte sich als scheinbar nicht mehr genutzter Farmweg, sodass das Unkraut und die kleinen Büsche unter unserem Auto kratzen. Die linke Hälfte der Fahrbahn war 20cm abgesackt und es gab 15cm tiefe Schlaglöcher. Zum Wenden war kein Platz und zum rückwärts zurück fahren war der Weg zu steil. Wir konnten also nur hoffen, dass unser Auto unbeschadet die Off-Road Piste übersteht. Nach einer halben Stunde haben wir zum Glück wieder eine Straße erreicht, die auf unserer App als befahrbar markiert war, es war die linke Straße, die uns am Eingang zu steil erschien.
Nach diesem „unmöglichen Rundweg“ haben wir kurz unser Auto inspiziert, ihm ein Off-Road-Zertifikat versprochen und die Aussicht von unten genossen.

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Ein alter Ausleger in Bendigo

Roaring Meg

Von Bendigo hatten wir genug, also ging es weiter Richtung Queenstown. Auf dem Weg haben wir einen Stopp bei „Roaring Meg“ eingelegt, einem Wasserwerk mit einem beeindruckend schönen Fluss.

Wasserkraftwerk am Roaring Meg Stream.

Unseren zweiten Stopp haben wir bei „AJ Hackett Bungy“ eingelegt um einigen Verrückten beim Springen zu gesehen.

AJ Hackett Bungy Bridge

Die Brücke, von der gesprungen wird, ist übrigens die älteste kommerziell genutzte Brücke Neuseelands und wurde vom Government gebaut, weil zu viele Leute bei der Überquerung des Flusses gestorben sind – das Goverment versprach darauf hin Brücken zu bauen.

Danach haben wir uns auf den Weg in Richtung Queenstown gemacht.

In Queenstown herrschte natürlich gerade Feierabendverkehr, als wir ankamen, und so sind wir gleich weiter gefahren nach Glenorchy. Zuviele Leute und Touristen, wir sind da mittlerweile weniger gewohnt.

Ruhe in Glenorchy 

Noch bevor wir am Campingplatz „Mrs. Woolley“ eingecheckt haben, sind wir zum See gefahren an dem ein kleines rotes Haus steht.

Ein historisches Haus am See in Glenorchy.

Am Abend wollte Julian erneut zum See um Fotos bei Nacht zu machen, der Himmel war wolkenlos und die Sterne zahlreich – die Berge im Hintergrund gäben ein super Motiv ab. Auf den ersten Fotos war zwischen den Bergen ein seltsames, rötliches Leuchten zu sehen und im ersten Moment wussten wir nicht woher es kam. Dann fing der Himmel ganz leicht an zu flackern und über den Bergen war ein hellblaues Leuchten zu sehen – die Südlichter!

Milchstraße am Lake Queenstown

Auch wenn die Südlichter leider für das bloße Auge sehr schwach waren, sind sie auf den Bildern super gut zu erkennen. Ein unbeschreiblicher und unvergesslicher Anblick…

Glenorchy mit Südlichtern

Den Donnerstag haben wir damit verbracht, die Umgebung zu erkunden. Es gab einen Drehort von Herr der Ringe zu sehen, „Isengard“ und den Diamond Lake.

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Diamond Lake

Die Straße war mal wieder abenteuerlich, neben der beliebten Gravelroad gab es auch einige Bäche zu durchqueren. Durch den letzten haben wir uns nicht getraut, das Wasser war ca 30cm tief.

Auf dem Weg zurück haben wir einen kleinen Stop neben Isengard gemacht und die herrliche Aussicht genossen.
 
Am Abend ging es nach Lumsden auf einen Freedom Camping Spot am alten Bahnhof, auf dem wir eine ruhige Nacht verbracht haben. 
 

Auf zum Milford Sound

Freitag morgen kam eine Freundin an, die wir aus Ahipara kannten, zusammen wollten wir in den Milford Sound. Zu dritt ging es erst einmal nach Te Anau um eine Schiffstour zu buchen und einen entspannten Mittag in der Stadt zu verbringen. Danach haben wir eine Schiffstour für den nächsten morgen gebucht und am Nachmittag sind wir die ersten 80km Richtung Milford Sound gefahren und haben eine Sternenreiche Nacht am Cascade Creek verbracht. Auf dem Weg zum Cascade Creek haben wir noch an den Mirror Lakes gehalten, diese sind wenn es windstill ist wie ein Spiegel, Seht selbst.

 

Mirror Lakes auf dem Weg gen Milford Sound

Wer von euch kann das Schild in der Bildmitte lesen? Schreibt es in die Kommentare.

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