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Routine als Baumschullehrer, Neues auf der Farm – Reisebericht

Neuer Arbeitgeber in Nelson

Die letzten zwei Tage waren wir für die Waimea Nursery Baumschule arbeiten; Seile aus den 2 Jahre jungen Baumreihen ziehen. Diese 2 Tage waren wirklich anstrengend für die Arme und so waren wir beide heil froh, dass das Wochenende begonnen hatte. Direkt nach dem Aufstehen haben wir den Pferden Heu gebracht und die Wiesen abgeäppelt. Trotzdem ist die Arbeit auf der Baumschule spannend und eine interessante Erfahrung.

Zum Mittag hin haben wir uns dem Gemüsegarten gewidmet, die Wege hatten wir vor einigen Tagen schon von Erde und Unkraut befreit. Jetzt wurde es Zeit die Wege mit Kies auszulegen und die Beete mit Stroh abzudecken.

Der Garten mit den frisch gemachten Wegen.

 

Gartenarbeit

Das Stroh verhindert, dass Tageslicht an die Erde kommt und somit neues Unkraut wachsen kann, außerdem verrottet es allmählich und bietet im Frühling dann guten Dünger für neue Pflanzen. Am Nachmittag sind wir ins Tal gefahren, um den Pferden Heu und Wasser zu bringen. Den Abend hatten wir das Haus für uns, unsere Host waren auf eine Feier eingeladen worden.
Gemütlich vor dem Kamin hatten wir uns mit Mr. Grey einen schönen Abend gemacht.

Mr. Grey entspannt vor dem Ofen

Farmleben

Am Sonntag morgen wollten wir wie gewohnt Heu zu den Pferden bringen und die Wiesen misten. Der Heuballen wog gefühlt doppelt so viel sonst, nur mit Mühe konnte ich ihn überhaupt bewegen, beim misten setzte leichter Schüttelfrost ein – „oh nein, bitte nicht krank werden“. Kate hat mir daraufhin für den gesamten Tag Bettruhe verordnet.
Während ich mich also vor dem Ofen aufgewärmt und eine heiße frischgepresste Zitrone getrunken habe, hat Julian die alltäglichen Aufgaben übernommen.

Die Pferde im Valley

Krankheit

Dank viel Vitamin C aus frischen Zitronen und Orangen, der Wärme von mindestens einer Decke und dem Ofen wurde es über Nacht schon viel besser und am nächsten Morgen war ein Arbeiten wieder möglich.
Um 7:30 Uhr standen wir also pünktlich auf dem Feld und konnten anfangen Seile zu ziehen. Unseren Rhythmus hatten wir gefunden, wir wurden schneller und effektiver.

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Endlose Baumreihen und wir ziehen die Schnüre aus jeder Reihe

Baumernte und die Vorbereitung

Da es auf die nächste große Saison, das Bäume ausgraben zugeht, vergrößern sich die einzelnen Teams momentan, und so wurde auch unser Team um 3 neue Leute ergänzt.
Bezahlt wird die Arbeit über Team Contract (Akkord Arbeit), dass heißt je mehr das Team schafft, desto mehr verdient das gesamte Team. Momentan sind wir noch die einzigen Backpacker in unserem Team, der Rest besteht aus Leuten, die schon mehrere Jahre für die Nursery arbeiten und damit viel Erfahrung haben.

Um 15:45 Uhr hatten wir unser Tagespensum locker erreicht und etwa 6.000 Bäume pro Person von Seilen befreit.
Am Nachmittag haben wir die Pferde im Tal mit Heu und frischer Wiese versorgt.

Julian hat sich um die Hühner gekümmert und die Eier gesammelt.

 

Jeden Tag können wir ca. 40-50 Eier sammeln von unseren Hühnern.

Entspannung am Abend

Den Abend über haben wir erschöpft vor dem Kamin gesessen und uns bei flackerndem Feuerschein entspannt.

Der Mittwoch startete erneut um 6 Uhr morgens, Pferde mit Heu versorgen um dann zu den Feldern zu fahren.
Unsere Hände waren bereits übersäht mit Blasen, trotz Handschuhen. Also haben wir uns Sporttape gekauft, in der Hoffnung, dass das Tape weitere Blasen verhindert.

Mittlerweile hatten wir uns voll und ganz eingelebt und wurden von Tag zu Tag schneller. Das Minimum an Bäumen, die wir zu erledigen hatten, haben wir weit übertroffen, super für’s Gehalt! Das Team ist super motiviert, arbeitet höchst effizient und effektiv, so macht es richtig Spaß.

Apfelbäume bis zum umfallen

Zurück auf der Farm hatte sich einiges getan. Die beiden Pferde aus dem Tal standen jetzt mit auf dem Hof, sodass wir nicht mehr täglich so weit ins Tal fahren müssen. Ab jetzt haben wir also 6 Pferde um die wir uns morgens kümmern müssen.

Zwei von unseren sechs Pferden auf die wir aufpassen
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Pferde umsetzen

Am Donnerstag Morgen haben wir also nicht nur unseren üblichen 4, sondern allen 6 Pferden Heu gebracht. Kate hatte alle 6 auf Wiesen nebeneinander gestellt und die Konstellation verändert. Dena, eine 4-jährige Stute, fand das scheinbar nicht so toll und hat über Nacht den Zaun kaputt gemacht. Etwas verwundert haben Julian und ich Dena vor der Wiese gefunden.
Also mussten wir erstmal den Zaun reparieren, Dena zurück auf die Wiese bringen und konnten dann normal weiter füttern.

Trotz des Zwischenfall kamen wir pünktlich auf der Arbeit an.
Mit Elan sind wir in den Tag gestartet und haben Vollgas gegeben. Das gesamte Team hat höchst effektiv gearbeitet, am Ende des Tages waren pro Person 9.000 Bäume abgearbeitet. Dank Team Contract hatten wir den höchsten Stundenlohn erwirtschaftet, der jemals in der Waimea Nursery erreicht wurde. Wir haben sozusagen das bestehende System gehackt und verfeinert.

Während wir super zufrieden waren, fand das Management diesen Lohn nicht so prickelnd, am nächsten Tag wurden uns 2 Leute aus dem Team abgezogen und wir haben mit einem kleinerem Team weiter gemacht.

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