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Vom Billygoat Walk zum Pinnacles Hut über den Webb Creek zurück zum Trestle View Campground – Reisebericht

Sandflies überlebt

Die Nacht haben wir mit wenigen Bissen gut überstanden und konnten früh am Morgen den Pinnacles Track starten.

Wir hatten die Wahl zwischen 2 möglichen Wegen, der erste „Webb Creek“ führte 2 Stunden, der andere „Billy Goat Walk“ 3 Stunden zum Track. Trotz der Warnung, dass bei dem Billy Goat Walk eine Brücke nicht nur geschlossen, sondern entfernt wurde und man deswegen über bzw. durch den Fluss müsse, haben wir uns für diesen Weg auf den Berg entschieden. Den Webb Creek wollten wir als Rückweg nehmen. Also hieß es in den ersten 5 Minuten gleich über den zum Glück sehr flachen aber breiten Fluss zu kommen. Dank den vielen Steinen keine allzu große Herausforderung, jedenfalls nicht bis zum vorletzten Stein. Julian schaffte es trockenen Fußes über den Fluss, ich dank abrutschens leider nicht. Mit dem rechten Fuß stand ich plötzlich bis zur Wade im kalten Wasser.

 

Die Flussüberquerung Richtung Billy Goat Walk.

Flussüberquerung Neuseeland Art

Zurück zum Auto war für uns beide keine Option, also trotzdem frohen Mutes und nassen Fußes weiter. Die 3 Stunden auf dem Billy Goat Walk waren verdammt anstrengend. Die Wege waren uneben, es gab sehr steile Anstiege die zum Teil sehr rutschig waren, steile Treppen und matschigen Waldboden. Uns beschlich sehr bald das Gefühl, dass Billy eine Ziege gewesen sein muss, anders sind soviel Stein und Fels nicht zu erklären, geschweige denn zu erklimmen. „Billy the goat Track“ wäre wohl der passendere Name gewesen. Doch der Weg führte uns auch an sehr interessante Stellen, wie z.B. an die alten Schienen der Waldarbeiter oder den höchsten Wasserfall der Nordinsel.

Die alten Schienen der Wagen mit denen die Kauris abtransportiert wurden. Laut Schild 1m Steigung auf 2,7m Strecke. (Suchbild mit Kathi auf dem Foto)

Pinnacles Hut

Nach 4 1/2 Stunden haben wir die Pinnacles Hut erreicht. Hier konnten wir eine Pause einlegen und unser Trinkwasser wieder auffüllen. Zudem bietet sie bis zu 80 Schlafplätze in der Hütte und einen Zeltplatz zum campen. 5 Minuten entfernt steht ein knapp 100 Jahre alter Kauri-Damm, einer von 10 alten Dämmen in der Region. Zu der Spitze waren es weitere 45 Minuten, davon 20 Minuten steiler Treppen und 10 Minuten bestehend aus Metall Leitern klettern. Da ich dank des unebenen Weges unglücklich umgeknickt bin, ist Julian alleine zur Spitze hoch.

 

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Aussicht vom Gipfel der Pinnacles.

Vom Gipfel zurück

Den Weg runter haben wir gemeinsam in 2 1/2 Stunden gemeistert. Wenn man bedenkt, dass steile Steinstufen Berg hoch schon fies sind, wird man bergab echt überrascht. Rutschige, zum Teil kniehohe, unebene Stufen sind gerade mit matschigen Schuhen nicht schön! Zwei sehr schmale Hängebrücken waren da eine willkommene Abwechslung.

Hängebrücke auf dem Webb Track.

Als wir nach 8 1/2 Stunden wieder am Auto angekommen sind, fuhren wir nochmal auf den Free-Spot nach Ngatea um dort eine ruhige Nacht und einen entspannten nächsten Tag zu verbringen.

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