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Avocados pflücken, Überstunden & 6 Tage Woche – Reisebericht

Letzten Sonntag morgen war eigentlich geplant, einen Tag in Ruhe am Strand zu verbringen. Außerdem wollte ich zwei Freunde auf dem Campingplatz in Ahipara besuchen und mir den Campingplatz zeigen lassen, weil ich auf der Suche nach einer neuen Bleibe war. Mir fehlte mittlerweile Internet und Strom, beides relativ wichtige Sachen, wenn man häufig seine Leser auf den neuesten Stand bringen möchte.

Von zwei Freunden auf der Arbeit wurde mir der Ahipara Holiday Park empfohlen, günstig wenn man länger bleibt, gute Küche und heiße Duschen. Eigentlich also alles was man so als nicht anspruchsvoller Backpacker braucht.

Zucchini Felder meiner aktuellen Arbeitsstelle.


Nun gut, zurück zu Sonntag. Nachdem ich morgens gemütlich gefrühstückt hatte, habe ich eine Nachricht einer anderen Backpackerin bekommen, ob ich spontan Sonntags Avocados ernten möchte. Nun ja, Sonntags sollte eigentlich frei sein, aber ich habe mal nachgefragt was denn genau die Anfrage ist. Wieviele Stunden, wo, was man verdienen kann. Die Arbeitsstelle (Farm) war eine Fahrtstunde entfernt und das eigentlich geplante Team ist spontan nicht aufgetaucht, dementsprechend wurde Händeringend nach Ersatz gesucht um die letzten Avocados zu ernten.
Ich ohne Erfahrung fand es interessant und wollte natürlich neue Eindrücke sammeln, habe also die beiden anderen auf meinem Campingplatz gefragt und 15 Minuten später saßen wir in meinem Auto, auf dem Weg nach Pukenui zu einer Avocado Plantage.

Dort angekommen, sind wir von den zwei netten Besitzern empfangen worden und direkt mit Arbeitsgerät, Schürze zum sammeln der Avocados sowie vier verschieden langen Scheren ausgerüstet worden. Weitere 15 Minuten später standen wir zwischen den Avocado Bäumen und haben gezeigt bekommen, wie man die Avocados in der Höhe abschneidet und dann geschickt mit der anderen Hand auffängt. Nach anfänglichen Startschwierigkeiten, hat das ganze aber ziemlich schnell viel Spaß gemacht. Außerdem war es eine nette Abwechslung zu den Zucchini Feldern der Woche davor.

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Auf dem Hof der Beiden gab es zur beginnenden Touristensaison auch einen leckeren Eisladen, dort wird aus Vanilleeis und gefrorenen Früchten das Leckerste Eis gemacht das ich bis jetzt in Neuseeland essen durfte.

Blaubeer Eis, frisch aus der Maschine.

Da die beiden, Diego und Mary, sehr zufrieden waren mit unserer Arbeit, haben wir direkt für Montag das Angebot bekommen nochmal wieder zu kommen und nochmal einen langen Tag zu machen. Dieses Angebot haben wir natürlich angenommen um ein wenig zusätzliches Geld zu verdienen und die Fahrtkosten ebenfalls wieder hereinzuholen.

Am Sonntag haben wir bis 19 Uhr gearbeitet und danach kurz ein leckeres schnell zubereitetes Nachtmahl mit Brot und Ei gemacht. Am Montag haben wir dann eine 12 Stunden Schicht eingelegt und nochmal richtig viel Geld verdient. Außerdem haben wir es tatsächlich fertig gebracht alle Avocados zu pflücken und das war das Ziel.

Abendessen nach der ersten Sonntagsarbeit.

Nachdem wir Sonntag und Montag also Avocados gepflückt haben, sind wir ab Dienstag wieder für unseren normalen Farmjob arbeiten gegangen.

Dienstag ist nichts spezielles interessantes passiert, Arbeit und danach nen gemütlichen Abend zur Erholung von den langen Avocadoschichten.
Dienstag Abend hatten wir zwei nette Radler aus England bei uns in der Travelers Hut. Diese wollen Neuseeland von oben nach unten mit dem Rad durchfahren. Alles in nur 6 Wochen. Sportlich aber Hut ab!

Das Zelt der beiden Radler und ein toller Sonnenuntergang.

Mittwoch bin ich dann endlich die beiden Freunde auf dem Campingplatz in Ahipara besuchen gefahren. Das Wetter war supergut und es war ideal um an den Strand zu gehen, nun ja, es war ideal bis wir am Strand waren. Aber ich denke das folgende Bild sagt mehr als alle Worte. Wir sind auf jeden Fall genau so nass geworden wie beim schwimmen im Meer. Aber das war der Spaß wert!

Ahipara Beach.
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Nachdem wir am Strand also nass geworden sind, haben wir dann mit den beidem vom Campingplatz, ihren Campingplatz angeschaut und uns einer heißen Dusche erfreut.
Der Campingplatz ist gut gelegen, nah vom Strand und echt schöne Duschen etc.
Mein Entschluss war schnell gefasst, ab Sonntag dann dort erstmal weiter mit meinem Auto zu bleiben.

Der grandiose nächtliche Sternenhimmel.

In der Nacht von Freitag auf Samstag hatten wir eine glasklare Nacht, einen super Sternenhimmel und gutes Wetter. Ideale Vorraussetzungen, sowohl für einen langen Arbeitstag am Samstag als auch für nochmal schöne Fotos des Sternenhimmels.

Sternenhimmel vor den umliegenden Bergen und der Travellers Hut.

Samstag kam dann, wie erwartet, ein mega Arbeitstag. 11 Stunden Arbeit und ca. 2400kg Zucchinis an einem Tag. Aber erwartungsgemäß geht es Montag exakt so weiter. Ich bin gespannt.

Jetzt ist es gerade Sonntag morgen und ich sitze auf dem neuen Campingplatz in Ahipara, habe einen schönen Stellplatz den ich mir teile um Geld zu sparen und genieße Strom und Wlan. Die beiden Hauptgründe weswegen ich gewechselt bin.

Die Travellers Hut war ein super toller Campingplatz und eine super nette familiäre Atmosphäre, schade das ich das für ein wenig Komfort gewechselt habe.

Der neue Stellplatz auf dem Ahipara Holiday Park.

Mal schauen was ich euch nächste Woche vom neuen Campingplatz erzählen kann.

Guten Morgen nach Deutschland und einen angenehmen Start in die Woche.

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5 Comments

  1. Hallo! Recht interessante Infos über deine Reise wie ich finde. Will da auch bald mal vorbei schauen 😉 Wieviel hattest du denn bei der Avocado/Zucchini verdient?! Vielen Dank schon mal für deine Rückantwort, Gruß Daniel

  2. Hallo! Recht interessante Infos über deine Reise wie ich finde. Will da auch bald mal vorbei schauen 😉 Wieviel hattest du denn bei der Avocado/Zucchini verdient?! Vielen Dank schon mal für deine Rückantwort, Gruß Daniel

    • Hey, danke für deinen Kommentar. Beim Avocado ernten war es pay per Contract, wir haben 80 NZD für eine Kiste bekommen (ca. 300 Kilo würde ich schätzen). Das war pro Stunde runtergerechnet dann nen ticken mehr als Mindestlohn, so ca. 16,20 NZD oder so um den Dreh.
      Beim Zucchini ernten wurde einfach nach Stunden bezahlt. In der besten Woche habe ich 49 Stunden (6 Tage) gemacht und pro Stunde Mindestlohn (d.h. 15,25 NZD) bekommen. Endsumme der Zucchinis in der besten Woche ca. 630 NZD, im Durchschnitt ca. 500 NZD.

      Viel Spaß wenn du auch mal vorbeischaust und bei Fragen gerne fragen!

      Lieben Gruß Julian

  3. Hey Julian,
    Wir sind 2 backpacker die auch gerade durch Neuseeland reisen und wir haben uns gefragt ob du eine Ahnung hast wo wir uns melden könnten für die Avocado Felder, würde uns freuen wenn du uns eine Anlaufstelle nennen könntest
    Vielen Dank im Vorraus

    Alex & Nico

    • Hi Nicolas,
      sorry den Kontakt habe ich leider nicht mehr. Aber die Region oberhalb von Kaitaia ist eine beliebte Avocado Region, kann aber sein das ihr für dieses Jahr schon zu spät seid. Einfach mal in der Tourist Information fragen ob sie wen kennen oder backpackerboard.co.nz anschauen. Vielleicht hast du da Glück.

      LG Julian

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