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Die vierte Reise nach Neuseeland #07 – Reisebericht

Ein langer Tag in der Library in Richmond und eine unruhige Nacht

Nachdem wir von den Takaka Hills aufgebrochen sind, fahren wir zurück nach Richmond und verbringen einen weiteren Tag in der lokalen Bücherei. Genießen Strom und WLAN und arbeiten so viele als möglich ab.

Von Richmond aus fahren wir Richtung Picton und stoppen am Brown River Reserve. Da es immer noch permanent regnet und unser Van am Kofferraum leckt, kochen wir kurz und gehen früh schlafen. Durch den Winter geht die Sonne recht früh unter und wir nutzen die Zeit mit künstlichem Licht im Van um in Ruhe Podcasts zu hören und zu lesen.

Da unser Schlafplatz direkt an einem Fluss liegt, ist die Nacht recht unruhig denn wir beobachten ab und an den Wasserstand um früh genug mitzubekommen sollte der Fluss zu hoch steigen. Glücklicherweise passiert aber nichts und so können wir am nächsten Morgen im Trockenen aufbrechen.

 

French Pass und Elaine Bay

Als kleinen Zwischenstopp vor Picton wollen wir noch dem French Pass einen Besuch abstatten. Der French Pass ist malerisch an den Sounds gelegen und meine Erinnerungen aus 2017 sind sehr positiv. Um so mehr freue ich mich darauf den Platz erneut zu besuchen und dem Delfin erneut einen Besuch abzustatten.

Der French Pass ist eine Meerenge mit gefährlichen Untiefen und einer Sage nach gab es früher einen Delfin der die Boote durch die Meerenge geleitet hat. Diesem Delfin ist sogar ein Denkmal gesetzt worden. Am Hafen am French Pass setzen wir uns in den Van und frühstücken bevor wir zurückfahren.

 

Der Blick auf den French Pass

Der Blick auf den French Pass

 

Vom French Pass aus fahren wir noch einen kleinen Umweg an der Elaine Bay vorbei. Diese liegt ebenfalls in den Sounds und hat einen malerischen Steg (Jetty) der direkt an einem günstigen DOC Campingplatz liegt. Da es aber noch recht früh ist, machen wir uns auf den Weg in Richtung Picton.

 

Elaine Bay

Elaine Bay

 

In der Nähe unseres Schlafplatzes aus der vorherigen Nacht wollen wir uns einen anderen Freedom Camping Spot anschauen. Als wir dort ankommen trauen wir unseren Augen kaum, denn Philipps alter Van steht ebenfalls dort. Diesmal ist es Tag und Philipp spricht die neuen Eigentümer, Franzi und David, an. Nach einem kurzen Moment des ungläubigen Staunens lachen sie und Philipp zeigt ihnen Fotos aus 2016. Das eindeutige Erkennungsmerkmal des Vans ist die individuelle Bemalung.

Gemeinsam essen wir mit den beiden zu Abend und spielen danach Karten. Es wird kälter und der Sternenklare Himmel lädt noch für ein paar tolle Fotos ein.

 

Hängebrücke an der Pelorus Bridge

Hängebrücke an der Pelorus Bridge

 

Am nächsten morgen brechen Philipp und ich über den Queen Charlotte Drive nach Picton auf, wir haben einen Termin in der Piwaka Lodge und treffen uns mit Bruce, der Gefallen an Backpario gefunden hat.

 

Picton und ein Pub Insider

Wir kommen in Picton an, finden das Hostel und parken unseren Van. Nachdem wir in unser Zimmer eingecheckt haben, lädt Bruce uns in einen Pub ein und wir nehmen die Einladung an. Aktuell ist die Rugby WM in Japan und Bruce ist ein Rugby Fan der keine Gelegenheit ungenutzt verstreichen lässt ein Spiel im Pub zu schauen.

Ein witziges Detail am Rande, wir stellen fest, dass ich Bruce bereits seit 2015 kenne. Damals war ich bereits Gast in einem anderen Hostel das er geleitet hat. Herausfinden tuen wir das nur durch den Besuch des Pubs, denn das Pub ist kein Touristenpub und ich war verwundert, denn ich war 2015 bereits einmal dort. Eben auf damalige Empfehlung von Bruce für ein gutes und faires Pub. Das Pub heißt Crow Tavern und bietet eine ordentliche Sortierung an Alkoholischen Getränken. Als eines der wenigen Pubs gibt es sogar ein Alkoholfreies Bier, eine Rarität in Neuseeland.

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Abends verbringen wir die Zeit mit den anderen Backpackern im Aufenthaltsraum unseres Hostels, schnell finden sich andere Reisende und wir spielen gemeinsam Karten. Uno mit Internationaler Besetzung sozusagen.

 

Sonnenaufgang in Picton und ein Besuch in der Lochmara Lodge

Früh morgens stehe ich auf, denn mein Ziel ist es den Sonnenaufgang am Hafen zu fotografieren. Saskia, die ich am Vorabend kennengelernt habe, hat sich bereit erklärt mitzukommen und gemeinsam mit mir den Sonnenaufgang anzuschauen. Gegen 5.30 Uhr fahren wir von der Lodge los und sind nach wenigen Minuten am Aussichtspunkt mit Blick auf den Hafen. Nachdem ich die Kamera aufgebaut habe kochen wir Kaffee und genießen den Blick auf den Hafen mit der ganz langsam aufgehenden Sonne. Gegen 8 Uhr sind wir zurück im Hostel, denn Saskia reist heute ab und Philipp und ich haben noch einen anderen Termin.

 

Sonnenaufgang in Picton am Hafen

Sonnenaufgang in Picton am Hafen

 

Heute sind wir auf einen Besuch in der Lochmara Lodge eingeladen. Die Lodge befindet sich ca. 30 Minuten per Boot von Picton entfernt in der Lochmara Bay. Die Lochmara Lodge beinhaltet ein Café, ein paar Gästezimmer mit großartiger Aussicht, die Möglichkeit Kajak oder Stand Up Paddleboard zu fahren, eine Wildlife Station mit verschiedenen Vögeln und Reptilien, sowie eine Auswahl an Lamas und Kunekune Schweinen.

 

Kunekune Schwein

Kunekune Schwein

 

Außerdem gibt es ein Unterwasserobservatorium, dass mein persönlicher Favorit geworden ist. So kannst du bequem die Unterwassertierwelt beobachten und bleibst dabei sogar trocken.

 

Unterwasser Observatorium

Unterwasser Observatorium

 

Nachdem wir uns alles gemütlich angeschaut haben, es ist gerade einmal der erste Tag der neuen Saison, setzen wir uns in das Café und trinken entspannt einen Kaffee während wir auf das Wasser schauen. Ein paar Fotos aus der Lochmara Lodge kannst du auch auf unserem Instagram Kanal entdecken.

 

Blick auf das Cafe und die Unterkunft in Lochmara

Blick auf das Cafe und die Unterkunft in Lochmara

 

Nachdem wir am Abend zurück in Picton sind, buchen Philipp und ich die Fähre für Freitag um noch einen weiteren Tag im Hostel verbringen zu können, denn es ist mal wieder Rugby Zeit und die all Blacks (das Neuseeländische Team) spielt zu einer hervorragend schlechten Uhrzeit und Bruce hat organisiert dass nur für uns der Pub extra länger geöffnet hat.

 

Aussicht der Lochmara Lodge

Aussicht der Lochmara Lodge

 

Die all Blacks gewinnen und wir gehen spät ins Bett.

 

Wäsche und ein bisschen Organisationskram

Auf einem Roadtrip muss ab und an auch gewaschen werden. So haben wir am Vorabend die Waschmaschine im Hostel genutzt und unsere Sachen in die Sonne auf die Leine gehängt. Bevor wir auschecken um die Fähre zu bekommen, sortiere ich noch schnell einen Teil der Bilder und Videos vom Vortag aus der Lodge, denn dort habe ich einiges an Fotos und Videos gemacht.

Während wir auf die Fähre warten, entdecken wir Franzi und David wieder und winken, denn anscheinend nehmen wir dieselbe Fähre. An Board trinken wir einen Kaffee zusammen und verabreden uns für einen gemeinsamen Stellplatz in Wellington am Freedom Camp der Evans Bay Marina.

 

Die Fähre auf dem Weg nach Picton

Die Fähre auf dem Weg nach Picton

 

Einer der wenigen Freedom Camping Plätze in und um Wellington. Als wir abends mit der Fähre ankommen, fahren Franzi und David direkt zum Campingplatz während Philipp und ich noch kurz einkaufen. Philipp ist diesmal für die Getränkeversorgung zuständig und daher halten wir noch auf dem Weg bei einem New World, als wir ankommen haben wir Glück denn Franzi und David haben uns den letzten freien Platz freigehalten und wir können direkt neben ihnen parken.

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Sonnenuntergang auf dem Weg nach Wellington

Sonnenuntergang auf dem Weg nach Wellington

 

Der Beginn einer wunderbaren Freundschaft

Wir kochen gemeinsam und setzen uns danach zwischen die Vans um noch ein wenig zu quatschen und Karten zu spielen. Mein Magen ist von der vorherigen Fährüberfahrt noch ein wenig angespannt, anscheinend werde ich recht schnell Seekrank und auch die Ingwerbonbons haben nur minimal geholfen. Jemand einen Tipp für dieses lästige Leiden, dann freue ich mich auf deinen Kommentar.

 

Wir erkunden Wellington

Es ist Samstag und wir erkunden gemeinsam Wellington. Vom Hafen aus gehen wir zu Fuß entlang der Bucht in Richtung Stadtzentrum. Unser Ziel heute ist das Te Papa Nationalmuseum und wir haben Glück, denn vor dem Museum ist sogar eine Messe der verschiedenen Neuseeländischen Einsatzkräfte wie Feuerwehr, Polizei und Co., ein Männertraum wird wahr. Nachdem wir kurz über die Ausstellung geschlendert sind, gehen wir ins Te Papa und schauen uns ein paar der Ausstellungen an. Besonders beeindruckend finde ich nach wie vor die Ausstellung zum Einsatz der Neuseeländer in Gallipoli. Auf eine bedrückende aber geschichtlich interessante Weise werden hier viele Fakten zum Einsatz und der schlechten Bedingungen erklärt. Auch wenn ich diese Ausstellung 2017 bereits einmal angeschaut habe, entdecke ich trotzdem noch neues und mit einem emotionalen Gefühl verlasse ich die Ausstellung am Ende.

 

Te Papa Museum Wellington

Te Papa Museum Wellington

 

Nachdem wir so viel gesehen haben, gehen wir auf eine Runde Fast Food mit Fritten und Burgern in der Innenstadt Wellingtons. Von dort aus gehen wir Fuß durch den Victoria Tunnel und zurück zum Hafen, diesmal wollen wir früher kochen und Karten spielen.

 

Uhrumstellung und Sonntag in Wellington

Diese Nacht wird die Uhr in Neuseeland auf die Sommerzeit umgestellt, damit ist die Zeitverschiebung zu Deutschland noch größer, denn die Uhrzeit wird vorgestellt.

Gegen Mittag nehmen wir an einem Clean up in Wellington Teil. Da wir gestern Flyer davon gesehen haben, sind wir pünktlich am Treffpunkt und werden ein wenig ungläubig angeschaut. Anscheinend sind Backpacker bei diesen Clean up‘s eher selten dabei. Nachdem wir eine Stunde im Stadtteil Victoria Müll gesammelt haben kehren wir zurück, denn als Belohnung gibt es Kaffee und Kuchen. Die Einheimischen sind regelrecht neugierig wie wir auf die Veranstaltung gestoßen sind und wir lernen viele neue Dinge über das Müllproblem der Neuseeländer. Viele Einheimische wie auch Touristen entsorgen ihren Müll nämlich gerne einfach neben dem Auto und eben nicht in den dafür vorhergesehenen Mülleimer.

Da es vom Stadtteil Victoria nicht weit bis auf den Gipfel von Mount Victoria ist, machen wir uns zu Fuß auf den Weg zum Gipfel. Von Mount Victoria hat man eine tolle Aussicht auf den Hafen in Wellington die an die Hänge gebauten Häuser. Wellington als Stadt ist allgemein sehr hügelig. Als Spitzname wird es auf Grund der häufigen Winde auch „windy Wellington“ genannt. Am Horizont ziehen dunkle Wolken auf und wir beeilen uns zurück zum Hafen in unsere Vans zu kommen um dem herannahenden Regen zu entgehen. Nach einer kurzen Pause im Van ist der Regen genauso schnell vorüber wie er hergekommen ist und wir beenden den Tag mit Abendessen und Kartenspielen.

 

David, Philipp, Franzi und ich (v.l.n.r.)

David, Philipp, Franzi und ich (v.l.n.r.)

 

Reisezeitraum und Wissenswertes

Unsere vierte Neuseelandreise fand vom 15.08.2019 – 13.11.2019 statt. Ohne große Vorplanung aber mit viel Wissen haben wir Neuseeland im eigenen Van erkundet und viele Updates zu bereits bestehendem Wissen geholt. So können wir auch weiterhin eine relevante und wichtige Wissensquelle für dich als Neuseeland Interessierten sein. Möchtest du Infos zu Neuseeland, so steht dir dieser Blog weitestgehend kostenfrei zur Verfügung.

Möchtest du eine individuelle Hilfe in Form von Tipps und Ratschlägen, dann schau dir einmal unser Backpacker First Aid Paket an.

 

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