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Die vierte Reise nach Neuseeland #01 – Reisebericht

Neuseeland im Winter, ein Selbstversuch

Nach einer Abstinenz von relativ genau anderthalb Jahren geht es endlich wieder nach Neuseeland. Nachdem meine letzte Reise vor allem durch die Organisation und Mitwirkung an einem Filmprojekt zustande kam, so ist es jetzt wieder an der Zeit den Blog mit neuen Erlebnissen und Inhalten zu füllen.

 

So viel Gepäck solltest du nicht haben!

So viel Gepäck solltest du nicht haben!

 

Neuseeland einmal anders

Um auch mal eine neue Seite an Neuseeland zu entdecken, starte ich dieses Mal in Christchurch und das sogar im Winter. Ein Selbstversuch der anderen Sorte, denn eigentlich bin ich eher ein großer Fan des Sommers und der sommerlichen Temperaturen, egal wo auf der Welt ich mich gerade befinde. Aber wer wäre ich, wenn ich nicht auch einmal etwas Neues ausprobieren würde. Schließlich möchten wir ja vor allem hier im Blog alle Facetten von Neuseeland aufzeigen können, dazu gehört eben auch der Winter. Und die spannendste Frage die sich mir vor der Reise stellt, wie ist Neuseeland im Van bei Minusgraden und frostigen Temperaturen oder dauerhaftem Niederschlag? Mal sehen was die nächsten Wochen und Monate so alles an Spannenden Erlebnissen mitbringen. Aber ich will dich nicht weiter auf die Folter Spannen, los geht’s mit der Anreise.

 

Airbus A380 am Flughafen

Airbus A380 am Flughafen Düsseldorf

 

Die Anreise nach Christchurch

Von Düsseldorf aus geht es abends mit Emirates im Flug EK058 nach Dubai. Der Flug an sich ist unspektakulär, der Komfort im Airbus A380 aber gut wie gewohnt. Glücklicherweise ist der Flug nicht ausgebucht, so habe ich eine komplette Mittelreihe für mich und kann sogar ein wenig schlafen. Normalerweise tue ich mich schwer damit im Flugzeug zu schlafen, aber diesmal passt alles. Auch das Essen bei Emirates ist lecker und meine kleine Hungerattacke zwischendurch wird mit einem Stück Pizza effektiv bekämpft. Zumindest Pizza im Flugzeug hatte ich noch nie, das war wirklich eine nette Überraschung an Board. Mein vegetarisches Menü ist lecker und reichhaltig genug um mich für den Flug sattzuhalten.

Die Ankunft in Dubai ist pünktlich und das Dubai Terminal ist riesig. Neben allen möglichen teuer anmutenden Läden entdecke ich auch die leckere Kaffeebar Nero wieder, die ich bereits in Zypern am Strand für gut befunden habe. Wenn man einmal von den überteuerten Flughafenpreisen absieht, so ist der Aufenthalt ganz nett. Es gibt sogar Liegen und entsprechende bequeme Liegestühle um meine 4 Stunden Wartezeit zu überbrücken. Nach einem Cappuccino für umgerechnet 5€ und einem Wrap sowie einem Croissant für 13€ geht es endlich weiter. Das größte Manko am modernen Terminal in Dubai, man sieht fast nichts von draußen und zum filmen ist es sowieso alles viel zu weit entfernt. An die Außenfenster kommt man an keiner Stelle und ich habe viel gesucht um meine Gopro befestigen zu können. Nun gut, so müsst ihr mit meinen blumigen Worten Vorlieb nehmen und euer Kopfkino walten lassen.

 

Dubai nach Christchurch

Von Dubai aus geht es ebenfalls im A380 (natürlich einem anderen als vorher) weiter gen Christchurch. Was in der Buchung schön unauffällig versteckt wird, es gibt einen Zwischenstopp in Sydney. Von Dubai nach Sydney ist das Flugzeug deutlich voller, aber immer noch nicht ausgebucht weswegen ich mich immer noch sehr glücklich schätzen kann. Wir teilen uns eine Dreierreihe zu zweit und haben also immer noch sehr angenehm Platz. Mit dem Flug EK412 geht es von Dubai nach Sydney und dann mit demselben Flug, derselben Flugnummer und demselben Sitzplatz weiter nach Christchurch. Der Flug ist angenehm und Emirates versteht es ganz gut die Leute ruhig und das Licht entsprechend der Zeitzone zu halten.

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Vegetarisches Menü bei Emirates

Vegetarisches Menü bei Emirates

 

Da ich mir vorgenommen habe alle vegetarischen Menüs auszuprobieren die Emirates anbietet, habe ich für diesen Flug Indisch vegetarisch bestellt. Das Essen ist lecker, aber würzig (wie fairerweise auch vorher angegeben wurde). Ein paar Fotos des Essens habe ich eingefügt so dass du dir selbst einen Überblick verschaffen kannst. Insgesamt war ich überrascht wie viele verschiedene vegetarische und vegane Essensmenüs Emirates anbietet. Alle Menüoptionen zusammen ergeben eine attraktive Auswahl von fünf verschiedenen Wahlmöglichkeiten. So viele Optionen habe ich vorher noch bei keiner Airline bewusst wahrgenommen.

Nach einem kurzen Zwischenstopp von einer Stunde und 45 Minuten, geht es in einem fast leeren A380 weiter von Sydney nach Christchurch. Durch die wenigen Passagiere und die geringe Auslastung des letzten und auch kürzesten Fluges ergeben sich nette Gespräche mit den Flugbegleitern und ein extra Frühstück auf dem kurzen Flug von Australien nach Neuseeland. Leider sind die Südalpen komplett mit Wolken überzogen, so dass ich die Aussicht nicht so genießen kann wie ich gerne wollte. Nach den drei Flügen bin ich soeben angekommen und freue mich auf ein neues Neuseeland Abenteuer. Das erste Neuseeland Abenteuer mit dem Blog in Vollzeit und mir als Selbstständigem. So ein gutes Gefühl, Danke schon einmal an dieser Stelle dafür. Ohne dich als Leser meines Blogs wäre das nicht möglich.

 

Die Einreise nach Neuseeland

Nach dem ordnungsgemäßen ausfüllen der Ankunftskarte (Arrival Card), einem problemlosen Zwischenstopp an der elektronischen Passkontrolle geht es zum Gepäckband. Nachdem mein Rucksack unbeschädigt angekommen ist reihe ich mich in die endlose Schlange zur Kontrolle ein. Da ich Wanderschuhe und mein Foto Equipment dabei habe, gehe ich nach einem kurzen Interview erst zum Zoll und darf dann weiter zur Biosecurity. Da ich außer meinen Wanderschuhen nichts Kritisches dabeihabe, bleibt es bei einem einminütigen Zwischenstopp bei einem netten und sehr entspannten Officer. Allgemein hilft es bei der Biosecurity, wenn du alle Outdoorsachen bereits irgendwo griffbereit zusammen im Rucksack verpackt hast und du dein Equipment bereits grob gereinigt hast. Je mehr du da bereits drauf eingestellt warst, desto eher kommst du auch weiter. Zeitaufwendig ist nur wenn du deine Sachen erst überall im Gepäck zusammensuchen musst oder die Officer dein Equipment noch reinigen wollen. Aber auch dann ist der Zeitaufwand mit 10-15 Minuten überschaubar.

Nach der letzten Kontrolle geht es dann endlich hinaus aus dem Ankunftsbereich. Mein Freund Terry holt mich am Flughafen ab, die Wartezeit überbrücke ich damit eine Spark Simkarte zu kaufen. So möchte ich während meiner Reise endlich einmal den Test der Handynetzanbieter, Vodafone Neuseeland gegen Spark Neuseeland, durchführen. Dazu werde ich später noch mehr erzählen.

 

Abholung am Flughafen

Nachdem ich Terry bereits vom Gepäckband aus angerufen hatte, werde ich am Abholbereich von Terry und seiner Frau abgeholt. Nach so vielen Jahren, ist es immer noch schön, Freunde in Neuseeland zu haben. Das Working Holiday 2016 bis 2017 hat auf jeden Fall enorm zu guten Kontakten nach Neuseeland beigetragen.

Die ersten Tage nach meiner Ankunft darf ich bei ihnen im Gästezimmer übernachten und auch sein Auto leiht mir Terry, ganz unkompliziert, für die ersten Tage um mich nach meinem eigenen neuen Gefährt umzusehen. Den Stadtteil Hoon Hay habe ich vorher noch nie bewusst betreten, so lande ich in einem Vorort und fühle mich wie in einer amerikanischen Siedlung. Lauter gleiche Häuser nebeneinander und (fast) jeder kennt (fast) jeden. Sehr angenehm für den Wiedereinstieg in Neuseeland.

 

Der erste Abend in Christchurch

Nachdem ich effektiv gegen meinen Jetlag kämpfen will, zwinge ich mich auf zu bleiben und nicht dem Schlafdrang nachzugeben.

Um mir das Ganze zu erleichtern, gehen Terry und seine Lebensgefährtin Isabella mit mir einkaufen. So komme ich zu meinem ersten Besuch bei New World in 2019 direkt am Tage meiner Ankunft. Neben den paar Lebensmitteln die ich für mich brauche, kaufe ich auch ein paar Süßigkeiten um mich bei Terry und Isabelle schon jetzt mit einer Kleinigkeit für die Gastfreundschaft zu bedanken.

Empfohlener Beitrag:  14 Tage über die Südinsel Neuseelands - Teil 2/2 - Backpacker Tipps

 

Abendessen im Diner 66 in Christchurch

Abendessen im Diner 66 in Christchurch

 

Abends haben die beiden bereits einen Tisch bei einem amerikanischen Diner in Christchurch (Diner 66) reserviert, so komme ich ganz ohne Aufwand zu einem leckeren vegetarischen Burger und einer Kaffeeflatrate die mich für die verbleibenden notwendigen Stunden wachhält. Gleichzeitig nutzt Terry die Chance und lässt mich erste Fahrerfahrung mit seinem kleinen SUV machen. Der Linksverkehr fällt mir überraschend leicht und Terry ist so zufrieden, dass er mir sein Auto mit einem guten Gewissen überlassen kann.

Hundemüde gehe ich nach dem langen Flug und der Ankunft in Neuseeland relativ früh ins Bett und schlafe in einem Rutsch bis morgens durch. Trotz des Winters friere ich, dank mehrerer Decken, nicht. Leider sind die meisten Neuseeländischen Häuser weder großartig gedämmt, noch permanent beheizt. So habe ich in meinem kleinen Gästezimmer nur eine elektronische Heizung stehen die ich bei Bedarf anschalten kann.

 

Diner 66 Christchurch

Diner 66 Christchurch

 

Der erste Morgen in Neuseeland

Nach einer langen Nacht und fast 12 Stunden Schlaf wache ich in mit dick beschlagenen Fenstern auf. Doppelverglasung ist in Neuseeland noch kein Standard und umso mehr freue ich mich über meine drei Decken die mir eine angenehme und warme Nacht beschert haben.

Da Terry und Isabella ihren freien Sonntag mit ausschlafen genießen, frühstücke ich alleine und setze mich danach entspannt ins Wohnzimmer. Durch die große Fensterfront des Wohnzimmers fällt angenehmes Sonnenlicht und wärmt mich so, dass ich trotz 4 Grad Außentemperatur nicht frieren muss. Allgemein bin ich überrascht, dass es trotz Winters recht angenehm ist, sobald die Sonne scheint.

 

Meetup in Christchurch

Damit der Sonntag nicht komplett ohne Action für mich bleibt, haben wir von Projekt-Neuseeland über Facebook zu einem Meetup in Christchurch eingeladen. Im botanischen Garten in Christchurch haben wir uns getroffen.

Mit Lukas, einem deutschen Backpacker habe ich mir danach noch sein Auto angeschaut und entspannt ein paar Reisererfahrungen bei einem leckeren Kaffee ausgetauscht. Ein Toyota Estima wäre eine preiswerte Option für meine Reise, aber eigentlich suche ich diesmal nach einem größeren und komfortableren Gefährt mit innenliegender Küche. Nicht sicher wie viel schlechtes Wetter ich aushalten muss und zumindest Essen wäre mir auch bei schlechtem Wetter schon wichtig.

 

Toyota Estima Kofferraum

Toyota Estima Kofferraum

 

Nach dem Meet up und der Autobesichtigung fahre ich zurück zu Terry und Isabella um einen entspannten Abend mit den beiden zu verbringen. Bei einem angenehmen Kaminfeuer und der wohligen Wärme des Feuers, lässt es sich gut Geschichten aus den letzten 2 Jahren austauschen. So lange ist es schließlich schon her, dass Kathi und ich die beiden in Nelson damals kennengelernt haben.

 

Die Macht des Jetlags

Anscheinend habe ich doch ein wenig Jetlag, denn ich bin bereits nachmittags hundemüde und freue mich auf mein Bett. Wie viele andere Neuseeländer lassen auch Terry und Isabella ihren Sonntagabend vor dem Fernseher ausklingen. Für mich als bekennender Nichtfernsehgucker eher uninteressant, so verbringe ich meine Zeit mit der Kontakt- und Gruppenpflege auf Facebook.

 

Fahrzeuge anschauen und eine neue Woche

Nächste Woche geht es daran mehr Autos anzuschauen und meine Abreise aus Christchurch zu ermöglichen.

 

Reisezeitraum und Wissenswertes

Unsere vierte Neuseelandreise fand vom 15.08.2019 – 13.11.2019 statt. Ohne große Vorplanung aber mit viel Wissen haben wir Neuseeland im eigenen Van erkundet und viele Updates zu bereits bestehendem Wissen geholt. So können wir auch weiterhin eine relevante und wichtige Wissensquelle für dich als Neuseeland Interessierten sein. Möchtest du Infos zu Neuseeland, so steht dir dieser Blog weitestgehend kostenfrei zur Verfügung.

Möchtest du eine individuelle Hilfe in Form von Tipps und Ratschlägen, dann schau dir einmal unser Backpacker First Aid Paket an.

 

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