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Tipps VOR dem Autokauf in Neuseeland – Backpacker Tipps

Autokauf in Neuseeland

Heute möchte ich mich mal einem Thema widmen das vermutlich viele von euch betrifft, der Autokauf in Neuseeland.

Um als Backpacker unabhängig zu sein, ist der Gedanke an ein Auto natürlich naheliegend. Der Gebrauchtmarkt ist riesig und ein wenig unüberschaubar, vor allem wenn man noch nie vorher ein Auto hatte oder zumindest noch nie eines selber gekauft hat.

Photo by Grant Ritchie on Unsplash

 

Was benötige ich für ein Auto?

Zuallererst solltet ihr euch überlegen was ihr genau wollt. Wollt ihr einfach von A nach B kommen oder wollt ihr im Auto auch schlafen können. Wollt ihr auch Offroad gehen oder fahrt ihr eh nur größere oder gute Gravel Roads? Mit wie vielen Personen willst du reisen?

Ausgehend von diesen Gedanken ist die Auswahl relativ simpel.

 

Station Waggon

Für alle normalen Reisen wo das Auto nur zum Transport genutzt werden soll, reicht vermutlich ein Station Wagon. Bei mehr als 2 Reisenden muss es dann halt ein größerer Kombi oder ähnliches sein.

Falls du im Auto auch schlafen willst, gibt es einen schier unendlichen Markt an Backpacker Autos. Dies fängt an mit Kombis in denen hinten eine Matratze drin ist, tauglich für 1-2 Leute.

 

Minivan

Dann natürlich die bequemere Variante aber etwas kostspieliger. Ein Minivan, gerne mit Bett ausgestattet und mehr Stauraum unter dem Bett. Dafür natürlich auch etwas mehr Spritverbrauch. Aber trotzdem bequem und angenehmer für 1-3 Personen zumeist.

Dann gibt es noch die größeren Vans, hier gibt es je nachdem sogar 2 Kabinen so das man mit bis zu 4 Personen bequem darin schlafen kann. Allerdings sehr teuer und die Auswahl ist hier wieder relativ klein.

 

Allrad Antrieb

All diese Varianten an Fortbewegungsmitteln gibt es auch in einer All Wheel Drive oder 4 Wheel Drive Variante. All wheel drive heißt in dem Falle das normalerweise der Allrad Antrieb nicht ab oder angeschaltet werden kann sondern permanent wirkt.
4 Wheel Drive ist zumeist so ausgestattet, das man wahlweise zwischen 2 Rad und 4 Rad Antrieb wählen kann. Wenn euch Offroad Tauglichkeit wirklich wichtig ist, fragt den jeweiligen Verkäufer explizit danach wie es bei dem Auto ist. Und informiert euch im Zweifel im Internet. Nicht alle Autos die einem als All wheel drive verkauft werden, sind wirklich mit Allrad versehen…

 

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Dann bleibt als letztes noch die Frage, vom Händler oder von Privat kaufen?`

Der Vorteil bei Privat ist zumeist der Preis. Schwierig ist hier immer die Einschätzung ob das Auto in einem guten Zustand ist, ob es Sachen gibt die man oberflächlich nicht sehen kann. Ob Wartungen gemacht wurden und fragt am besten nach allen Reparaturen und Inspektionen die während der Nutzung gemacht wurden, fragt auch nach Belegen. Hier gilt es ordentlich zu sein und zu fragen, sobald euch etwas spanisch vorkommt sagt im Zweifelsfall ab und schaut euch nach etwas anderem um.
Schaut nach Möglichkeit das ihr mit dem Verkäufer und seinem Auto in eine Werkstatt fahrt und fragt dort nach einem Pre buy check, dann schaut sich ein Techniker das Auto an und kann danach sagen ob es Probleme geben wird oder wo bald Reparaturen nötig werden. Wenn das ganze Auto angeschaut wurde, schickt den Verkäufer weg und schaut das ihr den Mechaniker fragt ob er das Auto kaufen würde und fragt ruhig auch was er über den Wert denkt. Falls es notwendige Reparaturen gibt, fragt nach einem groben Preisrahmen, auch hier kann euch das ganze helfen um den richtigen Preis gegenüber dem Verkäufer zu finden.

 

Worauf Du achten solltest

Schaut auf jeden Fall die Reifen an, es sollte Profil zu sehen sein, je mehr desto besser und je tiefer.
Schaut in den Motorraum, es sollten keine Flüssigkeiten im Motorraum zu sehen sein. Legt euch auf den Boden und schaut einmal unters Auto, hier sollte ebenfalls nichts zu sehen sein an Flüssigkeiten.
Und wie gesagt, ich empfehle einen Pre buy check, Kostenpunkt je nach Werkstatt zwischen 50-100 NZD.

 

Zusätzlich solltest du dein Auto checken ob es gestohlen ist

Alles was du hier benötigst ist das Kennzeichen:

Motorweb

Carjam

 

Gute und schlechte Händler

Beim Händler gibt es die Chance auf gute und schlechte. Die Guten Händler beantworten alle Fragen und schauen das sie ihre Autos in einem guten Nutzungsfertigen Zustand verkaufen, jede Kundenbeschwerde kann schließlich andere Backpacker vom Kauf abhalten. Diese Tauschen auch bei Bedarf Teile aus, Reifen, Batterie etc., normalerweise kann man hier ruhigen Gewissens kaufen. Trotzdem besteht natürlich auch hier die Möglichkeit in einer anderen Werkstatt einen Pre buy check zu machen.
Dann gibt es die schlechten, leider ist es schwierig vorher zu erkennen welcher Händler wie agiert. Aber schaut ruhig wenn ihr bei einem Händler kaufen wollt im Netz, Facebook oder Google ist voll von Bewertungen und Leuten die sagen das es gut oder eben schlecht gelaufen ist. Lasst euch nie unter Druck setzen, schlaft immer mindestens eine Nacht darüber bevor ihr eine Anzahlung leistet oder sonst irgendwie eine Verpflichtung eingeht.

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Wenn ihr ein Auto gefunden habt und euch über den Preis einig seid Glückwunsch.
Das Ummelden in Neuseeland ist eine 5 Minuten Angelegenheit bei der Post und kostet ca. 10 NZD wenn ich mich recht erinnere.

Gibt es Fragen oder etwas was euch fehlt? Schreibt einen Kommentar.

3 Comments

  1. Wie sieht es aus mit der Versicherung vom Auto? Lässt sie sich auch einfach bei der Post ummelden? Wie ist es üblich in NZ? Zahlt man monatlich oder jährlich die Versicherungsbeiträge? Zahle ich per Dauerauftrag bei der Bank oder besteht auch die Möglichkeit bar zu zahlen? Außerdem habe ich gehört man soll Kilometergeld für Dieselfahrzeuge zahlen müssen ? wie läuft das ab?
    Vielen Dank im Voraus ich kenne dich schon aus der Work and Travel FB Gruppe 🙂

    • Hi Fabian.

      Die Versicherung des Autos endet mit dem Verkauf/Kauf und du kannst dann eine neue beantragen und dir die für dich beste Autoversicherung heraussuchen. Die meisten Autoversicherungen ziehen von deinem Neuseeländischen Bankkonto ein. Manche akzeptieren allerdings auch die Zahlung mit Kreditkarte. Ob du monatlich oder jährlich zahlst kommt drauf an. Jährlich ist meist günstiger als die monatliche Zahlung. Die meisten Versicherungen wollen auch erstmal eine Laufzeit von einem Jahr, allerdings kriegst du zuviel gezahltes Geld wieder falls du früher dein Auto verkaufst.

      Bei Dieselfahrzeugen musst du in der Tat eine Art Kilometergeld zahlen, diese sogenannte Road User Charge kannst du auch bei der Post kaufen.

      LG Julian

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