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Probleme mit dem Neuseeländischen Arbeitgeber als Arbeitnehmer – Backpacker Tipps

In einigen Fällen gibt es Probleme mit dem Neuseeländischen Arbeitgeber wenn du Arbeitnehmer bist. Meistens ist man dann unsicher was getan werden sollte. Auf Basis der Fragen und Probleme die an mich herangetragen wurden habe ich ein paar Tipps für dich. Außerdem habe ich der Inland Revenue ein paar Fragen gestellt und zeige euch die Antworten.

 

Deine Rechte als Arbeitnehmer

Als Arbeitnehmer (employee) steht dir pro gearbeitete Stunde der Mindestlohn Neuseelands zu. Dieser Mindestlohn steigt normalerweise jedes Jahr, die aktuelle Höhe des Neuseeländischen Mindestlohns kannst du in unserem Blogbeitrag hier finden. Zusätzlich ist dein Arbeitgeber verpflichtet dir entweder 8% Holiday Pay zu zahlen, alternativ kann er dir auch pro Monat 2 bezahlte freie Tage geben. Wenn es bezahlte freie Tage gibt musst du an diesen Tagen die Summe bekommen die du verdient hättest wenn du an dem Tag gearbeitet hättest.

 

Für samstags oder Sonntagsarbeit gibt es keine Zuschläge, musst du an einem Feiertag (public holiday) arbeiten gibt es aber eine Sonderregelung. Hier ist der Arbeitgeber verpflichtet dir einen Zuschlag von 50% zu zahlen und dir einen zusätzlichen freien Tag zu geben. Das heißt du bekommst mehr Geld und einen freien Tag. Manche Arbeitgeber muss man daran allerdings erinnern…

 

Damit dein Arbeitgeber dich legal beschäftigt musst du vor Arbeitsbeginn ein Formular ausfüllen (normalerweise IR330). In diesem Formular musst du deine Daten, IRD Nummer und deine Steuerklasse angeben. Dein Arbeitgeber darf dir kein Bargeld geben sondern nur per Banküberweisung auszahlen. Sollte dein Arbeitgeber dir das Geld ganz oder teilweise bar geben wollen ist es nicht sauber und wird zu Problemen führen. Lehne solche Ideen also direkt ab und beharre auf eine Auszahlung auf dein Bankkonto.

 

Im eigenen Interesse solltest du auch jeden Tag aufschreiben von wann bis wann du gearbeitet hast. So kannst du bei Unstimmigkeiten leichter nachrechnen ob es stimmt. Außerdem hast du so Notizen falls du gegen deinen Arbeitgeber vorgehen willst. Zusätzlich solltest du jede Woche zusammen mit deiner Lohnüberweisung auch einen Payslip bekommen, hier ist aufgelistet wieviel Geld du verdient hast, wieviel Stunden du gearbeitet hast und wieviel Steuer abgezogen wurde.

Photo by Dariusz Sankowski on Unsplash

 

Sonderfall Bezahlung nach Leistung (contract work)

In einigen Branchen ist es üblich dass du nach Geschwindigkeit bezahlt wirst. Das ist erstmal nicht schlimm und kann sogar dazu führen das du richtig gutes Geld verdienst. Meistens sind die Raten aber so gesetzt dass du nicht reich wirst, es dient aber dazu dich anzuspornen schnell zu arbeiten.

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Trotzdem ist es hier so dass der Arbeitnehmer an den Mindestlohn verpflichtet ist. Das heißt wenn du zu wenig Geld bekommst weil die Raten höher sind, dann muss dein Arbeitgeber die Differenz aufrunden. Angenommen du kriegst 1NZD pro Kilo und erntest in einer Stunde aber nur 12 Kilo. Dann fehlen ja zum Mindestlohn noch 3,75 Kilo. Diese Differenz muss dein Arbeitgeber auf seine Kappe aufrunden. Das erfolgt nicht immer automatisch weil manche Arbeitgeber hoffen auf unwissende zu treffen und sich das dann zu sparen.

 

Sehr beliebt ist es auch im Vertrag einen Passus aufzunehmen der sagt dass der Mindestlohn nicht gilt oder ähnliches. Dieser Passus ist IMMER NICHTIG! Solltest du also so etwas in deinem Vertrag finden weißt du dass du deinem Arbeitgeber genau auf die Finger schauen solltest!

 

Arbeit als Contractor

Einen Sonderfall gibt es wenn du nicht als Angestellter sondern als Contractor angestellt wirst. Hier wirst du als Selbstständiger behandelt und genießt dementsprechend NICHT die Regelungen des Mindestlohns, Urlaubsgeld und sonstigen Rechten des Arbeitnehmers. Dafür kannst du als Contractor deinen Vertrag frei aushandeln. Sei hier also BESONDERS VORSICHTIG um dich nicht über den Tisch ziehen zu lassen.

Contractor Verträge werden gerne genommen um am Ende Geld zu sparen. Verschenken tut fast keiner in Neuseeland etwas freiwillig!

 

Pflichten des Arbeitgebers

Hier einmal die Antwort auf die Frage nach den Pflichten des Arbeitgebers:

Employers are required to file to Inland Revenue each month all information detailing how much has been paid to employees and deductions made from their pay, on an employer monthly schedule (EMS). It will include details such PAYE tax, employer superannuation contribution tax (ESCT), and other deductions such as student loan repayments, child support liabilities and KiwiSaver contributions. It is a serious matter if any employer does not properly deduct or pay employees’ PAYE or other deductions.

If any employee believes their employer isn’t meeting their obligations, they should in the first instance raise this issue with their employer. If they don’t receive a satisfactory answer, they should contact Inland Revenue. Employees should keep all relevant records showing payments received and tax deducted, including pay slips and bank statements.

You can find more information about how PAYE is deducted from your income on the Inland Revenue website at http://www.ird.govt.nz/income-tax-individual/different-income-taxed/salaries-wages/paye/   The Inland Revenue website also has information about how to make sure you are meeting all of your obligations at http://www.ird.govt.nz/taxagents/compliance/basics-everyone/

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Konkrete Fragen an das Inland Revenue Department und die Antworten

 

Frage 1:

What options do I have if my employer didn’t file the right tax information with Inland Revenue but I have payslips that prove my earnings? For example, my employer files earnings of $1000 and tax deducted $150. My payslips say earnings $1200 and tax deducted $300.

Your first step should be to raise this with your employer as it could be that they made an error either on your payslips or on the information they submitted to Inland Revenue. If you are not able to resolve this with your employer, you can contact Inland Revenue and they can look into this further for you.

 

Frage 2:

What options do I have if my employer wants to give me cash instead of transferring my pay into my bank account? Should I refuse the money or should I ask for a payslip at the same time so I can see he filed the correct information with Inland Revenue?

How your employer pays you is something you will need to agree with them. It is always best to request payslips each pay to make sure you have records of your pay and the deductions taken from it.

 

Frage 3:

My employer didn’t file any information to Inland Revenue and I don’t have any payslips anymore?

Your first step in this situation should be to talk to your employer and ask for another copy of your payslips. If you are unable to do this, you can contact Inland Revenue and they can attempt to contact your employer to try to get your pay information.

 

 

Wichtige Informationen für Arbeitnehmer in Neuseeland

Auch die Neuseeländischen Behörden haben viele Informationen online im Netz. Diese kannst du jederzeit einsehen.

Employment New Zealand

Inland Revenue Department

 

Fragen oder Probleme?

Dir fehlt noch eine Information oder du hast ein Problem? Dann freue ich mich über deinen Kommentar unter diesen Artikel!

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